Tal der Könige: Grabstätte des Tutanchamun

Autor: Björn

Das Tal der Könige: im antiken Ägypten war es eine königliche Nekropole, heute ist es einer der bedeutendsten Touristen-Magnete der Region. Das Hauptinteresse vieler Besucher liegt dabei auf der Grabstätte des Tutanchamun, die wahrscheinlich eine der bekanntesten Ruhestätten dieser Erde ist.

Das Tal der Könige beherbergt mit der Grabstätte des Tutanchamun eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten in ganz Ägypten. Obwohl der Name des einst hier zur Ruhe gebetteten Pharao in den  Geschichtsbüchern kaum auffällt, ist sein Grab über die Grenzen Ägyptens hinweg bekannt. Mehr als 60 antike Ruhestätten wurden im Tal der Könige inzwischen entdeckt, doch keines zieht soviel Aufmerksamkeit auf sich wie das des jung verstorbenen Königs Tutanchamun, das 1922 vom britischen Ägyptologen Howard Carter entdeckt wurde.

Das Tal der Könige: die Grabstätte des Tutanchamun

Als Howard Carter im November 1922 den Eingang zum Grab des Tutanchamun entdeckte, ahnte er noch nicht, dass er auf einen der bedeutsamsten Funde in der Geschichte der Archäologie gestoßen war. Erst im Februar des Folgejahres wurde die Grabkammer geöffnet, und zum Vorschein eine fast vollständige Ansammlung von Kostbarkeiten, die dem im 14. Jahrhundert vor Christus verstorbenen König als Beigaben mitgegeben worden waren. Zum Zeitpunkt seiner Entdeckung war das Grab noch immer nahezu unversehrt.

Die Schätze, die hier einst verwahrt wurden, befinden sich heute im Ägyptischen Museum in Kairo sowie in Magazinen in Luxor und der ägyptischen Hauptstadt. Unter ihnen auch das wohl berühmteste Fundstück: die weltbekannte Totenmaske des Tutanchamun. Im Museum sind die einzigartigen Kostbarkeiten für die Öffentlichkeit zugänglich und dennoch sicher verwahrt. In der Grabstätte des Tutanchamun im Tal der Könige können unterdessen keine Goldschätze mehr begutachtet werden.

Die Mumie des Pharao jedoch befindet sich noch immer hier; die dem in der Geschichte der Antike eher unbedeutendem König zugedachte Ruhestätte ist bis heute erhalten. Direkt aus dem Kalkstein gehauen präsentiert sich die Anlage als Folge von vier Kammern, die in ihrer Gesamtgröße eine eher kleine Grabstätte bilden. Abgesehen von der eigentlichen Grabkammer, die mit Wandmalereien auf Goldgrund verziert sind, wurden die traditionell angelegten Räume nicht dekoriert.

Betreten darf man als Tourist nur die Vorkammer, der Blick in zwei weitere Räume wird jedoch ermöglicht. Für den Besuch ist eine eigene Eintrittskarte, die man unabhängig von jener, die zur Besichtigung von jeweils 3 Gräbern im Tal der Könige berechtigt, kaufen muss. Das Fotografieren und Filmen ist seit 2009 in der gesamten Anlage verboten und jeder Grabbesuch ist auf 10 Minuten begrenzt. Mit diesen und anderen Maßnahmen wollen die verantwortlichen Behörden das vor mehr als 4000 Jahren als Nekropole angelegte Tal der Könige schützen und es für zukünftige Generationen von interessierten Besuchern erhalten. Eine Reise zur berühmtesten aller ägyptischen Totenstädte lohnt sich in jedem Fall, schließlich sind hier inmitten der Wüste auch noch weitere Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.




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