» Wasserfälle


Autor: Nina

Victoriafälle1 © babasteve

Im südlichen Afrika an der Grenze zu Simbabwe und Sambia stürzt sich der Fluss Sambesi 110 m in die Tiefe. Die Victoriafälle sind somit der längste einheitlich herabstürzende Wasserfall der Erde.

Den dabei entstehenden Sprühnebel, der zum Teil bis zu 300 m aufsteigt, sieht man noch in 30 km Entfernung, daher nennen ihn die hier einheimischen Kololo auch “donnernder Rauch”. Bei einer Breite von 1708 m fallen im Februar und März, wenn der Sambesi besonders hoch steht, bis zu 10.000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde in das untere Flussbett.

Affe im Nationalpark © Andreas KolleggerUm die Victoriafälle, von ihrem britischen Entdecker David Livingstone nach Königin Victoria benannt, erstreckt sich ein riesiger Regenwald, der sein feuchtes Klima unter anderem dem Sprühregen des Wasserfalls verdankt. Der Mosi-Oa-Tunya-Nationalpark, der sich oberhalb der Fälle befindet, bietet einer reichen Vielfalt von Tieren und Pflanzen ein Zuhause.

Doch diese Natur wird zunehmens von Staudammprojekten der Sambesi River Authority bedroht. Durch das Aufstauen des Flusses wird vielen Tieren und Pflanzen die Lebensgrundlage entzogen und auch die unzähligen und faszinierenden Schluchten verlören ihren Charakter. Der Tourismus, einer der Haupteinnahmequellen dieser Region, wäre ebenfalls betroffen.

Victoriafälle2 © Andreas Kollegger1989 hat die UNESCO die Victoriafälle zum Weltnaturerbe erklärt. Jährlich werden tausende von Menschen von ihnen angezogen. Mit einem Schlauchboot kann man auf bis zu 120 km Flussweg sich den Wassermassen entgegenstellen.

Die Victoriafälle beeindrucken mit Sicherheit jeden. Hoffen wir, dass dieses Stück Natur nicht auch den Menschen zum Opfer fällt.

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Autor: Nina

Iguazù-Fälle © ricardo martins“Arme Niagarafälle“, soll Eleanor Roosevelt beim Anblick der riesigen Wasserfälle von Iguazù gesagt haben.

Die Fälle liegen wenige Kilometer aufwärts zur Flussmündung des Iguazù, der die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien bildet. Bei den Einheimischen werden sie auch “Teufelsrachen” genannt. Dies ist auch kein Wunder, denn sie sind mit 2.700 Metern die breitesten Wasserfälle der Welt. Sie setzen sich aus 270 einzelnen kleineren Wasserfällen zusammen, von denen einige bis zu 82 m hoch sind.

Wasserfälle von Iguazù © ricardo martinsEinen guten Überblick erhält man von der brasilianischen Seite aus, da der längere Teil in Argentinien liegt. Man kann sie aber auch von unten mit einem Boot bestaunen. Dusche garantiert! An manchen Stellen, wo das Wasser nicht so schnell fließt und die nicht so niedrig sind, kann man sich auch durch die Wassermassen nach unten abseilen. Auch dies ist logischerweise eine nasse, aber sehr spaßige Angelegenheit.

Um die Iguazù-Fälle herum erstreckt sich ein Nationalpark, der eine riesige Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen beherbergt; allein über 450 verschiedene Vogelarten. Einige sehr seltene Schmetterlings- und Reptilienarten leben hier. Doch dieser Lebensraum ist gefährdet. Die Brasilianer haben Teile der geschlossenen Straßen auf ihrer Seite des Parks wieder für den Autoverkehr zugelassen. Etliche Organisationen bemühen sich darum, diesen Entschluss wieder rückgängig zu machen und den Artenbestand zu sichern.

Gerade im Hinblick dessen, dass die Fälle zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören…

Diese beeindruckenden Wasserfälle, die sich aus dem Urwald ergießen, und deren reiche Tier- und Pflanzenwelt sind definitiv eine Reise wert und bleiben uns hoffentlich noch lange erhalten.




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Autor: Björn

Niagarafälle

Die Niagarafälle liegen an der Grenze zwischen dem US Bundesstaat New York und der Kanadischen Provinz Ontario. Wie der Name schon andeutet, sind es mehrere Wasserfälle, wobei besonders der Horseshoe Fall (Hufeisenfall) auf kanadischer Seite bekannt ist. Amerika hat sich hier leider mit den kleineren – im Vergleich – Wasserfällen zu begnügen, dem Bridal Veil Falls (dem Brautschleier Fällen) und dem American Fall.

Selten kann man so nah an ein Naturspektakel gelangen wie an die Niagarafälle – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Promenade an den Fällen entlang kann recht überlaufen sein, aber eine Fahrt in einem der Schiffe zu den Fällen hin lohnt sich allemal. Wenn man im obligatorisch zur Verfügung gestellten Regenmantel auf dem Schiff Niagarafällesteht und die Gischt der Wasserfälle auf dem Gesicht spürt – selten fand ich mich der Natur so verbunden. Und die 52 Meter hohen Fälle werfen eine Menge Gischt auf.

Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit der Tour hinter die Fälle. Unter Anleitung steigt man einige felsigen Treppen hinunter und befindet sich plötzlich auf der anderen Seite des Wasserfalls und kann das atemberaubende Getöse von Nahem erleben. Absolut nicht für Wasserscheue Naturen geeignet.
Dabei gibt es die Option problemlos die Grenze zwischen den USA und Kanada für einen Tag zu überqueren um den Anblick von allen möglichen Seiten zu genießen.

Geheimtipp ist für mich der späte Abend, wenn sich der größte Trubel verzogen hat. Sobald es dunkel wird werden die Wasserfälle mit mehreren bunten Strahlern beleuchtet und erstrahlen in ganz neuem Glanz.



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