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Vieles wurde in Vietnam durch den Krieg zerstört, viele Kulturschätze, viele alte und vor allem historisch wichtige Bauten und Tempel, doch ein paar Orte blieben von den Schrecken fast unberührt, so dass man an ihnen noch das ursprüngliche Vietnam spüren kann. Einer dieser Orte ist die Hafenstadt Hoi An in Zentralvietnam.
Malerisch zwischen dem Katzenzahnberg (Hon Quap) und dem Fluss Thu Bon gelegen, ist allein der Weg nach Hoi An absolut traumhaft: Reisfelder über Reisfelder mitten in der grünen Landschaft. Besonders die historische Altstadt zieht jährlich etliche Besucher aus aller Welt an. Kein Wunder also, dass sie zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.
Einst war Hoi An ein blühendes Handelszentrum, ein Teil der “Seidenstraße des Meeres”. Schon vor 2.000 Jahren feilschten hier Händler um ihre Waren. Vom 4. bis zum 10. Jahrhundert blühte das Reich der Cham und Kaufleute aus Arabien, Indien, Persien und China ankerten in Hoi An.
Vom 16. bis zum 19. Jahrhundert siedelten hier Seefahrer aus China und Japan und der Handel wurde bis nach Europa, also nach England, Holland, Frankreich oder Portugal, erweitert. [...mehr]
Denkt man an das Mittelalter und seine bombastischen Kirchen, dann bestaunt man unweigerlich die lange Bauzeit und die Beharrlichkeit der Verantwortlichen. Oft wurde weit über ein Jahrhundert an den beeindruckenden Gotteshäusern gearbeitet. Alles Vergangenheit und ein Mangel an technischem Fortschritt? Weit gefehlt! Denn genau so eine Kirche, die bis heute unvollendet ist, steht mitten hier in Europa: die Sagrada Familia in Barcelona.
Begonnen wurden die Bauarbeiten 1882, bis heute wird an der riesigen Kirche gebaut und erst im Jahr 2026 soll sie endlich nach 144 Jahren fertig sein. Dieses Datum hat wohl eher ideelleren Wert, denn in jenem Jahr wird Spanien den hundertsten Todestag des grandiosen Architekten Antoni Gaudí feiern, der fast die letzten 30 Jahre seines Lebens diesem Gotteshaus widmete.
Nachdem die Sagrada Familia zunächst von einem anderen Architekten begonnen wurde, dieser sich dann aber mit der Bauleitung stritt, wurde die Verantwortung auf Antoni Gaudí übertragen. Er sah es als eine Art heilige Pflicht und steckte all seine Energie in den Bau. Nur leider konnte er gerade mal einen Teil der Ostfassade fertig sehen, denn 1926 starb er an einem Unfall, ironischerweise fast direkt vor der Sagrada Familia.
Seitdem versuchen andere Architekten Gaudís Vision zu vollenden, doch manches ist nur mündlich oder bruchstückhaft überliefert, so dass zu Gaudís Stil des Modernisme immer wieder Elemente der Moderne dazukommen. Insgesamt soll die Sagrada Familia eine Art moderne Verneigung vor der Gotik sein. [...mehr]
Mitten in der Türkei erstreckt sich eine Landschaft, die moderne Architekten nicht besser hätten gestalten können. Vor über tausend Jahren (teils schon im 4. Jahrhundert) haben sich hier, in Göreme, die frühen Christen angesiedelt um sich einem Leben in Konzentration und Abgeschiedenheit zu widmen. Ihre Stadt haben sie einfach in den Fels gebaut.
Und dies so kunstvoll, dass es heute noch etlichen Besuchern die Sprache verschlägt, wenn sie nach Göreme kommen.
Der Nationalpark Göreme mit dem gleichnamigen Stadtzentrum liegt in der Türkei, genauer gesagt, in Kappadokien. Die Landschaft sticht einem schon von Weitem ins Auge, denn diese ist von merkwürdig geformten Tuffsteinformationen geprägt, die sich im Laufe von Millionen von Jahren durch Wasserläufe und Vulkanausbrüche bildeten. Der Tuffstein ist unterschiedlich hart und an manchen Stellen bereits ausgehöhlt (sog. Feenkamine). Dies haben sich frühe Siedler zu Nutze gemacht und ihre Behausungen einfach in den Stein gehauen. [...mehr]
Zu Portugal gehören bekanntlich auch die Azoren, auf deren zweitgrößter Insel Pico sich ein kleines Paradies verbirgt. Weite grüne Hügel, schroffes Bergland und wunderschöne Küstenstreifen laden zum Verweilen und Entdecken ein.
Benannt ist die Insel nach dem Vulkan Ponta de Pico, der mit 2.351 m die höchste Erhebung Portugals darstellt. Jährlich werden etliche Kletter- und Trekkingfreunde von ihm angezogen. Der Berg ist sozusagen das Herzstück der 42 km langen und 15 km breiten Insel.
Doch Pico hat natürlich weit mehr zu bieten. Die umliegenden Gewässer sind reich an Walen. So spielte der Walfang bis zum Jahr 1987 eine große Rolle. Doch dieser wurde dann zum Glück aufgegeben und Pico hat sich dem Schutz der Tiere verschrieben. Jedes Jahr kommen etliche Besucher auf die Insel um die Wale zu beobachten. Und tatsächlich stehen hier die Chancen einen zu sehen besonders gut. [...mehr]
Fährt man mit dem Auto in Griechenland aus dem Gebirge in die Ebene von Thessalien hinaus, so stechen sie einem sofort ins Auge, die bizarren Felsformationen, die wie riesige Nadeln zum Himmel ragen. Doch genau hier haben sich einst Menschen angesiedelt.
Auf den Felsen haben sich bereits im 10. Jahrhundert Mönche und Nonnen ihren Zufluchtsort gesucht. In völliger Abgeschiedenheit vom Rest der Welt geben sie sich in luftiger Höhe ihren Gebeten hin. Die Klöster von Metéora tragen ihren Namen nicht umsonst, denn er leitet sich von “meteorizo” ab, was soviel wie “in der Luft schwebend” bedeutet. Und tatsächlich scheinen die Gebäude bei dunstiger Luft über dem Boden zu schweben. [...mehr]
In den letzten Jahren beklagen viele den Massentourismus in der Toskana, der weite ursprüngliche Landstriche nach und nach zerstört. Doch ein paar wenige Orte profitieren natürlich gleichzeitig auch von ihrer Beliebtheit. So konnte zum Beispiel die kleine Stadt Pienza wieder ihre volle Blüte erlangen.
Der lange vergessene toskanische Ort wurde für ihre Besucher wieder zu dem, als was sie einst geplant war, nämlich eine durch und durch konstruierte Stadt. Die alten, wunderschönen Gebäude wurden aufgehübscht und aufwendig im einstigen Stil restauriert. Nun kann man in Pienza wieder einen Hauch italienisches Lebensgefühl schnuppern, wie man es sich eben als Fremder vorstellt: verwinkelte Gassen, Prachtbauten der katholischen Kirche, gutes Essen (Pecorino) und das Flair der Toskana. [...mehr]
Nicht erst durch Bernhard Grzimeks Film “Serengeti darf nicht sterben” ist dieser Landstrich, der sich von Tansania bis nach Süd-Kenia erstreckt, weltberühmt. Etliche Filmemacher, Künstler und Literaten (u.a. Ernest Hemingway) haben sich durch die wunderbare Natur der Serengeti inspirieren lassen.
Der Name Serengeti leitet sich aus der Sprache der Massai ab und bedeutet soviel wie “weites Land”. Und diese Bezeichnung kann man wirklich verstehen. Über einem der afrikanische Himmel und um einen herum weite Steppen bis das Auge reicht. Besonders die zentrale Savanne hat fast keine Bäume, erst im Norden werden die bewaldeten Gebiete etwas dichter und die Landschaft wird etwas hügeliger. Im Süden hingegen findet man riesige Grassteppen, die ebenfalls kein Ende zu nehmen scheinen. [...mehr]
Lunenburg, das klingt ziemlich deutsch, oder? Das kleine Städtchen befindet sich aber nicht in der Eifel oder an der Ostsee, sondern an der Atlantikküste Kanadas. Doch der Name kommt nicht von ungefähr, haben sich hier doch vor über 200 Jahren die ersten deutschen Siedler niedergelassen.
Es waren vor allem Fischer, die hier, rund 70 km vom Halifax entfernt in der heutigen Provinz Nova Scotia, ihr neues Zuhause fanden. Gegründet wurde die Siedlung eigentlich von den Briten, doch die zogen bald weiter und so lockte man Siedler aus Deutschland, der Schweiz und dem protestantischen Frankreich in die Gegend. Man versprach ihnen in Lunenburg frei ihre Religion ausüben zu können. [...mehr]
Tempel der alten Griechen findet man nur in Griechenland selbst? Weit gefehlt… Eine der am besten erhaltenen Tempelanlagen griechischer Architektur befindet sich in Italien, genauer gesagt in Paestum.
Was lange vergessen war, ist seit dem 18. Jahrhundert wieder ein Magnet für viele Besucher. Heute ist Paestum das touristische Zentrum an der italienischen Golfküste.
Um 600 v. Chr. gründeten hier Griechen aus Sybaris oder Troizen eine Kolonie. Ihre Stadt nannten sie Poseidonia zu Ehren des Meeresgottes Poseidon. In den folgenden Jahren kam sie zu immer größerem Wohlstand, so dass hier sehr dicht beieinander drei riesige Tempel errichtet wurden, die bis heute noch gut erhalten sind und die Hauptattraktion in Paestum bilden: die sogenannte archaische Basilika, der Tempel der Athene und der Poseidontempel.
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Selbst hier in Europa hat die einstige Maya-Stadt Palenque die Fantasie so mancher Wissenschaftler und Künstler angeregt, denn, wer diesen mythischen Ort einmal gesehen hat, wird ihn niemals vergessen. So ließ Max Frisch einige Passagen seines berühmten Romans “Homo Faber” in Palenque spielen und auch UFO-Pseudo-Forscher Erich von Däniken fühlte sich durch die Darstellungen der Maya inspiriert. In einer Zeichnung meint er nämlich einen Raumfahrer mit Rakete zu erkennen.
Wie mag das wohl für die damaligen Entdecker gewesen sein, als sie auf die lange verschollenen Ruinen, den einstigen Stolz der Maya, stießen? Gegen Ende des 18. Jahrhunderts fanden Einwohner des kleinen Dorfes Santo Domingo de Palenque seltsame Ruinen tief im Dschungel. Sie meldeten es gleich aufgeregt den kolonialen Behörden der spanischen Besatzer. Die königliche Familie Spaniens interessierte sich sehr dafür und schickte mehrere Expeditionen dorthin.
Nach und nach kamen Forscher aus der ganzen Welt nach Palenque und legten Teile der ehemaligen Maya-Stadt frei. Doch man nimmt an, dass bis heute nur 5% der Fläche ans Tageslicht gebracht wurden. Diese 5% werden nach wie vor von Archäologen untersucht, denn die Maya geben ihnen immer noch einige Rätsel auf, und auch Touristen können das Gelände besuchen. [...mehr]








