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“Arme Niagarafälle“, soll Eleanor Roosevelt beim Anblick der riesigen Wasserfälle von Iguazù gesagt haben.
Die Fälle liegen wenige Kilometer aufwärts zur Flussmündung des Iguazù, der die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien bildet. Bei den Einheimischen werden sie auch “Teufelsrachen” genannt. Dies ist auch kein Wunder, denn sie sind mit 2.700 Metern die breitesten Wasserfälle der Welt. Sie setzen sich aus 270 einzelnen kleineren Wasserfällen zusammen, von denen einige bis zu 82 m hoch sind.
Einen guten Überblick erhält man von der brasilianischen Seite aus, da der längere Teil in Argentinien liegt. Man kann sie aber auch von unten mit einem Boot bestaunen. Dusche garantiert! An manchen Stellen, wo das Wasser nicht so schnell fließt und die nicht so niedrig sind, kann man sich auch durch die Wassermassen nach unten abseilen. Auch dies ist logischerweise eine nasse, aber sehr spaßige Angelegenheit.
Um die Iguazù-Fälle herum erstreckt sich ein Nationalpark, der eine riesige Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen beherbergt; allein über 450 verschiedene Vogelarten. Einige sehr seltene Schmetterlings- und Reptilienarten leben hier. Doch dieser Lebensraum ist gefährdet. Die Brasilianer haben Teile der geschlossenen Straßen auf ihrer Seite des Parks wieder für den Autoverkehr zugelassen. Etliche Organisationen bemühen sich darum, diesen Entschluss wieder rückgängig zu machen und den Artenbestand zu sichern.
Gerade im Hinblick dessen, dass die Fälle zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören…
Diese beeindruckenden Wasserfälle, die sich aus dem Urwald ergießen, und deren reiche Tier- und Pflanzenwelt sind definitiv eine Reise wert und bleiben uns hoffentlich noch lange erhalten.
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Die wohl schönste Stadt Südafrikas ist Kapstadt, wohl auch wegen ihrer einzigartigen Lage. Sie liegt direkt an der Tafelbucht am Atlantischen Ozean und umgibt den über tausend Meter hohen Tafelberg.
Jährlich zieht es unzählige Besucher aus aller Welt hierher, so dass der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen der Stadt ist.
Kapsatdt ist auch die älteste Stadt Südafrikas. 1652 von den Holländern als Versorgungsstation für die Handelsschiffe der Niederländischen Ostindien-Kompanie gegründet, blieb sie 150 Jahre lang in deren Besitz. Sie vertrieben die Ureinwohner. (Daher kommt der Begriff “Hottentotten”, da die Spracher der Ureinwohner für die Holländer wie Stottern klang.) Da sich diese nun weigerten mit den Holländern Handel zu treiben und für sie zu arbeiten, mussten Sklaven aus Kolonien wie Madagaskar oder Malaysia eingeschifft werden. Auf diese Weise entstand ein Bevölkerungsmix aus weißen Europäern, Sklaven von Übersee und afrikanischen Ureinwohnern, der heute noch sichtbar ist.
1814 wurde Südafrika zur britischen Kronkolonie und die Sklaverei offiziell abgeschafft. Doch Gesetze zur Rassentrennung sollten noch über 150 Jahre weiter das Leben in Kapstadt bestimmen. Der dunkelhäutige Teil der Bevölkerung wurde in “ghettoisiert”, der Ursprung der noch heute bestehenden Townships, in denen die arme Mehrheit der Einwohner lebt.
Daher ist auch eine der Hauptsehenswürdigkeiten die Gefängnisinsel Robben Island, auf der Nelson Mandela bis 1990 als politischer Häftling der Apartheid-Regierung saß. Sie zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Weitere touristische Highlights sind natürlich der Tafelberg, mit seinen wunderschönen Weinbaugebieten, oder der viktorianische Teil des Hafens mit unzähligen Geschäften, Restaurants und Museen. Das Castle of Good Hope ist das älteste Bauwerk Kapstadts. Es diente den Holländern als Schutz und wurde nach barockem Vorbild erbaut.
In der Hauptreisezeit von Oktober bis März sind die beliebtesten Strände Clifton und Camps Bay.
Kapstadt ist eine faszinierende Metropole und wird hoffentlich als einer der Austragungsorte der WM 2010 in Südafrika von diesem internationalen Ruf und der Finanzkraft gewaltig profitieren.
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Unweit der Küste von Queensland erstreckt sich das größte noch lebende Korallenriff über eine Fläche von 350 000 Quadratkilometern, fast so groß wie ganz Deutschland. Vom südlichen Wendekreis bis zur Mündung des Fly River in Papua Neuguinea reicht das Great Barrier Reef, das aus über 2500 Riffen besteht und unterschiedliche Riffarten aufweist.
Dieser Riesenorganismus beherbergt mehr als 14.000 Arten von Meerestieren, davon allein 400 verschiedene Korallenarten, ein Paradies für jeden Taucher. Etwa 700 Inseln gibt es im Riff verstreut, davon sind die meisten unbewohnt. Die wenigen touristisch erschlossene Inseln eignen sich aber hervorragend als gastfreundliche Basis für Tauchexpeditionen. Hotels, Hütten und Campingplätze, für jede Preisklasse sind Unterkünfte vorhanden und alle Inseln eignen sich bestens als Ausgangspunkt zum Tauchen.
Vom Festland aus ist es nur eine kurze Bootsfahrt bis zum Riff, das für geübte wie für ungeübte Taucher großartige Möglichkeiten bietet. Wer mag, kann sich geführten Tauchgängen anschließen oder nur eine Tagestour auf eine Insel buchen, um eigenständige Unterwasserausflüge zu machen.
Das Tauchen ist überall im Great Barrier Reef erlaubt, obwohl das Riff zu 50 Prozent beschädigt ist und deshalb schon vor Jahren unter Naturschutz gestellt und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Lediglich das Sammeln von Korallen ist strengstens untersagt.
Vielerlei Faktoren, von Umwelteinflüssen über natürliche Feinde bis hin zu menschlichem Einwirken, tragen zu seiner Zerstörung bei, aber die australische Regierung hat jetzt ein Programm gestartet, um das Riff zu erhalten. So wird hoffentlich auch in Zukunft die Möglichkeit zum Besuch der Unterwasserwelt im herrlichen kristallklaren Wasser des Great Barrier Reef möglich sein. Wer Freude am Tauchen hat darf sich diese Gelegenheit bei einem Aufenthalt in Queensland nicht entgehen lassen.


