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Auch in heutigen Zeiten meistert Istanbul den Spagat zwischen Europa und Asien. Die Stadt pendelt gekonnt zwischen Moderne und ihren arabischen Traditionen.
Alte typische Holzhäuser, nach osmanischer Tradition gebaut, reihen sich an moderne oder westlich geprägte Hochhauskomplexe. Kleine türkische Wohnviertel stehen reichen, teilweise eingezäunten (“gated areas”) Stadtteilen gegenüber. Istanbul ist voll von allen nur erdenklichen Baustilen.
Aufgrund der spannenden Lage wird Istanbul auch mehr und mehr zu einem Spielplatz für heutige Architekten. In einem noch leerstehenden Randbezirk soll ein hochmoderner neuer Teil entstehen. Ein neues modernes und vor allem “europäischeres” Istanbul. Die Stadt soll für den erhofften EU-Beitritt der Türkei ein Aushängeschild werden.
Der europäische und der asiatische Teil der Stadt werden durch zwei große Hängebrücken miteinander verbunden, die Bosporus-Brücke (1074m lang) und die Fatih-Sultan-Mehmet-Brücke (1090m lang). (Die Brücken sind für Fußgänger geschlossen, da die Selbstmordgefahr zu groß wäre.) Zu den Stoßzeiten herrscht hier immer ein dickes Verkehrschaos, da alle am besten gleichzeitig die sechsspurigen Brücken befahren wollen.
Natürlich kann man sich auch mit zahlreichen Fähren von der einen zur anderen Seite bringen lassen.
An Sehenswürdigkeiten hat Istanbul natürlich auch eine Menge zu bieten. Die Minarette der zahlreichen Moscheen dominieren das Stadtbild. Die Blaue Moschee besitzt als einzige Moschee auf der Welt- neben der in Mekka- gleich sechs davon.
Den Topkapi-Palast darf man natürlich nicht vergessen. Der ehemalige Wohn- und Herrschaftssitz der Sultane erstreckt sich über ein riesiges Areal unterteilt in vier Höfe. Besonders sehenswert ist der ehemalige Harem. Dort findet man luxuriöse Privatgemächer und -bäder mit üppigen Verzierungen.
Auch das Nachtleben Istanbuls lebt wieder vom Spagat zwischen Tradition und Moderne. Die große Clubkultur nach europäischem Vorbild harmoniert perfekt mit zum Beispiel türkischen Shisha-Bars, in denen man zu seiner Wasserpfeife einen traditionellen Minz- oder Apfeltee genießen kann.
Diese Stadt ist immer eine Reise wert! Nirgendwo sonst auf der Welt erlebt man ein so gutes Zusammenspiel zwischen arabischer und europäischer Lebensweise, was gerade in unserer heutigen Zeit immer wichtiger wird.
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Die einzige Metropole der Welt, die auf zwei Kontinenten zugleich liegt, ist Istanbul. So schwingt diese faszinierende Stadt ständig zwischen Europa und Asien, Orient und Okzident, modernen und traditionellen Werten hin und her. Aber dies macht sie gerade so besonders.
Obwohl Istanbul nicht die Hauptstadt der Türkei ist, bildet sie doch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes. Der europäische und asiatische Teil werden durch den Bosporus getrennt und im Süden vom Marmarameer begrenzt.
Schon in der Geschichte stand die Stadt zwischen den Kontinenten und Weltreichen. 660 v. Chr. von dorischen Griechen unter dem Namen Byzanz erbaut, wurde sie 513 v. Chr vom persischen König Darius I. erobert. 324 v. Chr. verlegt Konstantin I., nachdem er das Römische Reich vereinigt hatte, seinen Kaisersitz in den Osten des Reiches und zwar nach Byzanz, das dann nach ihm in Konstantinopel umbenannt wird. Im Mittelalter war die Stadt Zentrum des Byzantinischen Reiches bis die Kreuzritter sie besetzten und plünderten. 1453 wird Konstantinopel dann osmanischer Herrschaftssitz und erlebt im 16. Jahrhundert unter Süleyman I. seine Blütezeit. Langsam entwickelt sich der Name Istanbul.
Und genau diese Mischung aus christlichen und muslimische Einflüssen prägt das heutige Stadtbild und die Lebensweise der Istanbuler. Die Frauen haben beispielsweise keine Kopftuchpflicht. Man sieht modern europäisch gekleidete Mädchen oder Türkinnen im Businesslook, neben traditionell muslimisch gekleideten Frauen.
Die Religionen leben hier tolerant miteinander. In vielen Teilen der Stadt liegen die Einrichtungen der verschiedenen Religionen dicht nebeneinander. Der Hauptteil der Bevölkerung ist muslimisch. Christen und Juden sind aber auch in großem Maße vertreten.
Am schönsten zeigt sich dieses Zusammenlebn in der Hagia Sophia. Sie war sowohl eine Kirche im Byzantinischen Reich, als auch später eine Moschee unter den Osmanen. Zwischen den muslimischen Symbolen findet man immer noch Abbildungen aus christlicher Zeit.
…Fortsetzung siehe Teil 2… [...mehr]


