» Südafrika
Die Wiege der Menschheit befindet sich in Johannesburg, denn dort haben Archäologen bei Ausgrabungen die ältesten huminiden Fossilien der Welt gefunden. Die anthropologische Schatztruhe Südafrikas gehört zum UNESCO Weltkulturerbe.
Johannesburg, auch die goldene Stelle genannt, ist die Hauptstadt der Provinz Gauteng und liegt im Osten Südafrikas. Eigentlich zählt Johannesburg nicht zu den klassischen Touristenzentren Südafrikas, allerdings lockt die „Cradle of Humankind“ jährlich tausende Besucher und Forscher in die Stadt. [...mehr]
Südafrika und auch Namibia überzeugt ja auch sonst mit seiner faszinierenden Landschaft, doch was sich sich in der Region Namaqualand jedes Jahr abspielt ist einfach unglaublich: Die sonst so karge Landschaft verwandelt sich praktisch über Nacht in ein buntes Meer aus Blüten.
Im äußersten Nordwesten von Südafrika, direkt an der Grenze zu Namibia, in der Provinz Nördliches Kap gelegen, breitet sich vor den Reisenden eine unendlich weite Landschaft aus. Die die meiste Zeit des Jahres eher durch ihre raue Schönheit überzeugt. Es gibt kleinere Berge, sogar ein Hochland, und dazwischen karge Strecken, die zum Teil auch in Wüste übergehen.
Neun Monate im Jahr regnet es praktisch überhaupt nicht. In der Küstenregion sogar noch weniger. Dafür sorgt der kalte Benguela Meeresstrom, der zudem noch für häufigen Küstennebel sorgt. In dieser Gegend findet man verschlafene kleine Fischerdörfer. Wer Ruhe sucht, ist hier genau richtig.
Doch in den Wintermonaten (Juli bis Oktober) passiert das Wunder: Nachdem es ausgiebig geregnet hat, erwacht die Region zum Leben. Etliche Pflanzen kommen aus dem Boden gekrochen und öffnen in Windeseile ihre Blüten. Ein wahres Meer aus Farben entsteht. [...mehr]
Die Drakenberge sind mit bis zu 3.482 m das höchste Gebirge Südafrikas. Sie ziehen sich über rund 1000 km in Nord-Süd-Richtung und vor allem der südliche Teil liegt fernab der üblichen Touristenströme. So kann man hier die atemberaubende Natur in fast schon einsamer Stille erkunden.
Die Südafrikaner nennen das Gebirge einfach liebevoll “The Berg” und in der Sprache der Zulu heißen die Drakenberge “Qathlamba”, was soviel wie “Barriere der aufrecht stehenden Speere” heißt. Und letzteren Namen tragen sie zurecht, denn die Dreitausender, die im Winter auch schneebedeckt sind, sind von fast schon dramatischer Schönheit.
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Die wohl schönste Stadt Südafrikas ist Kapstadt, wohl auch wegen ihrer einzigartigen Lage. Sie liegt direkt an der Tafelbucht am Atlantischen Ozean und umgibt den über tausend Meter hohen Tafelberg.
Jährlich zieht es unzählige Besucher aus aller Welt hierher, so dass der Tourismus eine der Haupteinnahmequellen der Stadt ist.
Kapsatdt ist auch die älteste Stadt Südafrikas. 1652 von den Holländern als Versorgungsstation für die Handelsschiffe der Niederländischen Ostindien-Kompanie gegründet, blieb sie 150 Jahre lang in deren Besitz. Sie vertrieben die Ureinwohner. (Daher kommt der Begriff “Hottentotten”, da die Spracher der Ureinwohner für die Holländer wie Stottern klang.) Da sich diese nun weigerten mit den Holländern Handel zu treiben und für sie zu arbeiten, mussten Sklaven aus Kolonien wie Madagaskar oder Malaysia eingeschifft werden. Auf diese Weise entstand ein Bevölkerungsmix aus weißen Europäern, Sklaven von Übersee und afrikanischen Ureinwohnern, der heute noch sichtbar ist.
1814 wurde Südafrika zur britischen Kronkolonie und die Sklaverei offiziell abgeschafft. Doch Gesetze zur Rassentrennung sollten noch über 150 Jahre weiter das Leben in Kapstadt bestimmen. Der dunkelhäutige Teil der Bevölkerung wurde in “ghettoisiert”, der Ursprung der noch heute bestehenden Townships, in denen die arme Mehrheit der Einwohner lebt.
Daher ist auch eine der Hauptsehenswürdigkeiten die Gefängnisinsel Robben Island, auf der Nelson Mandela bis 1990 als politischer Häftling der Apartheid-Regierung saß. Sie zählt heute zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Weitere touristische Highlights sind natürlich der Tafelberg, mit seinen wunderschönen Weinbaugebieten, oder der viktorianische Teil des Hafens mit unzähligen Geschäften, Restaurants und Museen. Das Castle of Good Hope ist das älteste Bauwerk Kapstadts. Es diente den Holländern als Schutz und wurde nach barockem Vorbild erbaut.
In der Hauptreisezeit von Oktober bis März sind die beliebtesten Strände Clifton und Camps Bay.
Kapstadt ist eine faszinierende Metropole und wird hoffentlich als einer der Austragungsorte der WM 2010 in Südafrika von diesem internationalen Ruf und der Finanzkraft gewaltig profitieren.
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Für viele Besucher Südafrikas ist der Kruger (ausgesprochen: “Krüger”) Nationalpark das Reiseziel schlechthin.
Das größte Wildschutzgebiet im Süden Afrikas erstreckt sich über eine Fläche von rund 20.000 qkm und beherbergt eine außerordentliche Vielzahl an Pflanzen und Tieren, darunter 147 Säugetierarten und über 500 Vogelarten.
Gergründet wurde der Park bereits 1898 von Präsident Paul Kruger zum Schutz des Wildbestands, der in den Jahren davor durch Wilderer erheblich dezimiert worden war. Es war das erste Projekt dieser Art und somit ein Vorreiter für den Schutz der Artenvielfalt. In Sachen Tierschutz ist der Park weltweit führend.
Nach und nach kamen mehr Gebiete dazu, wie Erweiterungen nach Mosambik und Simbabwe.
Touristen stehen zahlreiche Möglichkeiten für Safaris, zu Fuß oder motorisiert, zur Verfügung oder man übernachtet gleich dort. Es gibt eine Vielzahl an Restcamps, in denen man sich erholen kann, oder kleinere umzäunte Übernachtungsmöglichkeiten (auch sogenannte Lodges mit gehobenem Standart) in traumhafter Lage. Dies ist sehr empfehlenswert, da man sich im Park nur von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang bewegen darf.
Die beste Reisezeit für Safaris sind die trockenen Wntermonate (Juni bis September). Büsche und Bäume tragen dann kein Laub und das Gras ist sehr niedrig, so dass man eine gute Sicht auf die Tiere bekommt, die sich um die Wasserlöcher tummeln.
Der Kruger Nationalpark ist ein absolut sehenswertes Projekt, das einem erlebnisreiche und einmalige Einblicke in die Pflanzen- und Tierwelt Afrikas liefert.
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