» Brasilien


Autor: Nina

Für viele Brasilien-Reisende ist Ouro Preto ein ganz besonderes Erlebnis. Diese Stadt ist wohl einmalig auf der Welt und zählt nicht umsonst zum Weltkulturerbe der UNESCO. Ouro Preto konnte sich zu einem außergewöhnlichen Ort entwickeln, da jeder, der in den letzten  Jahrhunderten hierher kam, nur von einem getrieben war: Gold.

Das Gold brachte Reichtum und allen nur erdenklichen Luxus, so hatten zum Beispiel viele Künstler die Möglichkeit und vor allem auch die Mittel die Altstadt auf besondere Weise zu gestalten. Der berühmteste Sohn der Stadt war Antonio Francisco Lisboa prägte wie ein Besessener das Stadtbild von Ouro Preto. Noch heute zählen seine Bauten, seine Skulpturen und Reliefs zu den beeindruckensten Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die wunderschöne Kirche Igreja São Francisco de Assis. Lisboa trug auch den Spitznamen “O Aleijadinho” (das Krüppelchen), denn er hatte eine unheilbare Krankheit, die langsam seinen Körper zersetzte. Doch davon ließ er sich nicht abhalten, konnte er die Werkzeuge nicht mehr halten, so ließ er sie sich eben an die Arme binden.

Blick auf Ouro Preto © Flickr/ :: nanty mata

Doch nur die wenigsten Bewohner von Ouro Preto, was auf Deutsch “schwarzes Gold” heißt, waren wohl auf diese Art von der Stadt besessen. Sie wurden durch etwas ganz anderes hierher getrieben: Die Gier nach Gold forderte etliche Opfer, aber brachte auch viel Gutes.    [...mehr]



Autor: Nina

Denkt man an Brasilien, kommen wohl fast jedem sofort die gleichen Dinge in den Sinn: Rio, Karneval, der Zuckerhut und die Copacabana. Wohl kein anderer Strand auf der Welt wurde jemals so häufig besungen und ist Teil von so vielen Geschichten.

Copacabana ist eigentlich ein ganzer Stadtteil von Rio de Janeiro, wird aber häufig nur mit dem halbmondförmigen Strand gleichgesetzt. “Princesinha do Mar”, kleine Meeresprinzessin, nennen die Einheimischen ihn liebevoll. Das Viertel Copacabana erlebte in den 1930er, 40er und 50er eine goldene Ära. Hier tummelte sich die Bohème. In den unzähligen Bars des einstigen Villenviertels trafen sich Künstler, Musiker und somit die Avantgarde der Stadt.    [...mehr]



Autor: Nina

Denkt man an Rio de Janeiro, dann fällt einem, neben dem Karneval oder der Copacabana, garantiert auch die mächtige Christusstatue auf dem Corcovado ein, die scheinbar schützend ihre Hände über der Stadt ausbreitet.

Der “Cristo Redentor” (dt. “Christus der Erlöser”) ist nicht nur das Wahrzeichen von Rio und vielleicht ganz Brasiliens, sondern auch eines der “Sieben Neuen Weltwunder“. Von diesen Statuen gibt es mehrere auf der ganzen Welt, aber der Cristo Redentor ist, wahrscheinlich wegen seiner beeindruckenden Kulisse, am berühmtesten.    [...mehr]



Autor: Nina

Es gibt wohl nur wenige Städte auf der Welt, die nur eine kurze Geschichte haben und komplett zu einem Zweck erschaffen wurden. Brasilia gehört zu diesen Ausnahmen. Sie wurde 1956 von Architekten komplett am Reißbrett entworfen, nur zu dem Zweck einer neuen Hauptstadt.

Wenn man durch Brasilia läuft, hat man das Gefühl in einem kleinen futuristischen Traum zu sein, denn gerade wir Europäer sind es gewohnt überall einen Flecken alte Geschichte entdecken zu können. Doch Brasilia gibt es erst seit etwas über 50 Jahre. Bereits im Jahr 1891 wurde beschlossen, dass das Land eine neue und vor allem zentraler gelegene Hauptstadt braucht. Und, nachdem man einen geeigneten Grund und Boden gefunden und Jahre der für Menschen üblichen Streiterein hinter sich gebracht hatte, konnte man 1956 endlich beginnen.    [...mehr]



Autor: Nina

Sonnenuntergang auf der Ilha do Bananal © Flickr/ Anderson Mancini

Das Amazonasbecken ist vor allem für seine außergewöhnlichen Naturschauspiele und -phänomene bekannt. Ein solches findet man im Norden Brasiliens, im Bundestaat Tocantins.

Hier verläuft, nach dem Amazonas, einer der größten Flüsse Brasiliens, der Araguaia. Dieser Fluss teilt sich während seines Verlaufs in zwei Arme, die sich dann nach rund 500 km wieder vereinigen. Zwischen diesen beiden Armen eingebettet findet man die Ilha do Bananal (Bananeninsel). Mit einer Fläche von ungefähr 20.000 km² ist sie die zweitgrößte Flussinsel der Welt.

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Autor: Nina

Etwa 300 km von Brasiliens Hauptstadt Brasília im mittleren Westen findet man ein kleines Städtchen mit rund 30.000 Einwohnern, in dem man sich unweigerlich in das südamerikanische Land im 18. Jahrhundert zurückversetzt fühlt, Goiás Velho.

Die ganze Stadt ist noch fast komplett in dem damaligen Barockstil erhalten. Seit den fünfziger Jahren steht die Altstadt unter Denkmalschutz und seit dem Jahr 2001 gehört Goiás Velho auch zum UNESCO Weltkulturerbe.

Die brasilianischen Provinz Goiás wurde von Indios bewohnt, bis im Jahre 1682 die Portugiesen kamen. Als diese nun merkten, dass die Region reich an Gold und Diamanten war, setzte ein regelrechter Goldrausch ein und die Provinz wurde zu dessen Zentrum.

So zeigt Goiás Velho seinen Besuchern heute nicht nur die Architektur von damals, sondern ist auch ein Zeugnis für den Boom des Goldabbaus. Das Städtchen kam dadurch natürlich zu einem gewissen Reichtum. An einigen Gebäuden kann man aber noch heute anhand des Prunks den Wahn, den Gold und Diamanten auslösen können, sehen.

So viel Reichtum und Neid bringt bei Menschen dann anscheinend auch unweigerlich die Religion mit sich. Und so hat das kleine Städtchen allein 18 katholische und 10 evangelische Kirchen, deren barocke Bauweise es zu bestaunen gilt. Zudem gibt es noch mehrere Museen für sakrale Kunst.

Platz in Goiás Velho © baixaki

Für die Besichtung der wunderschönen Bauwerke der Stadt eignet sich besonders ein gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt. Einen besonderen Anlass Goiás Velho zu besuchen sind die jährlich zu Ostern stattfindenden Fackelumzüge mit vermummten Figuren und Gestalten.

Rundherum um das Städtchen liegt eine wunderschöne Landschaft. Besonders die zwei großen Nationalparks des Bundesstaates Goiás “Chapada dos Veadeiros” und “Parque Nacional das Emas” sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

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Autor: Nina

Iguazù-Fälle © ricardo martins“Arme Niagarafälle“, soll Eleanor Roosevelt beim Anblick der riesigen Wasserfälle von Iguazù gesagt haben.

Die Fälle liegen wenige Kilometer aufwärts zur Flussmündung des Iguazù, der die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien bildet. Bei den Einheimischen werden sie auch “Teufelsrachen” genannt. Dies ist auch kein Wunder, denn sie sind mit 2.700 Metern die breitesten Wasserfälle der Welt. Sie setzen sich aus 270 einzelnen kleineren Wasserfällen zusammen, von denen einige bis zu 82 m hoch sind.

Wasserfälle von Iguazù © ricardo martinsEinen guten Überblick erhält man von der brasilianischen Seite aus, da der längere Teil in Argentinien liegt. Man kann sie aber auch von unten mit einem Boot bestaunen. Dusche garantiert! An manchen Stellen, wo das Wasser nicht so schnell fließt und die nicht so niedrig sind, kann man sich auch durch die Wassermassen nach unten abseilen. Auch dies ist logischerweise eine nasse, aber sehr spaßige Angelegenheit.

Um die Iguazù-Fälle herum erstreckt sich ein Nationalpark, der eine riesige Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen beherbergt; allein über 450 verschiedene Vogelarten. Einige sehr seltene Schmetterlings- und Reptilienarten leben hier. Doch dieser Lebensraum ist gefährdet. Die Brasilianer haben Teile der geschlossenen Straßen auf ihrer Seite des Parks wieder für den Autoverkehr zugelassen. Etliche Organisationen bemühen sich darum, diesen Entschluss wieder rückgängig zu machen und den Artenbestand zu sichern.

Gerade im Hinblick dessen, dass die Fälle zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören…

Diese beeindruckenden Wasserfälle, die sich aus dem Urwald ergießen, und deren reiche Tier- und Pflanzenwelt sind definitiv eine Reise wert und bleiben uns hoffentlich noch lange erhalten.




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