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Das Barri Gotic, das Herz des alten Barcelonas: Zwischen den historischen Gebäuden, engen Gassen und weiten Plätzen fühlt man sich fast ins Mittelalter zurückversetzt. Doch eben die Mischung aus Geschichte und Moderne inmitten des pulsierenden Lebens Barcelonas, macht den besonderen Charme des gotischen Viertels aus.
Zwischen Spaniens bekanntesten Boulevard „Las Ramblas“, dem Hafen Barcelonas und dem Plaza Catalunya erstreckt sich das Barri Gotic (Barrio Gotico). Geprägt von historischen Gebäuden aus dem 14. und 15. Jahrhundert, der Blütezeit Barcelonas als führende Seemacht Europas, bildet es zusammen mit den Stadtteilen Raval und El Born die Altstadt der Hauptstadt Kataloniens.
In der Mitte des Barri Gotic erhebt sich umringt von imposanten Gebäuden die Kathedrale, deren Grundsteinlegung bereits Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte. Hier befinden sich auch Überreste der ehemaligen Stadtmauer und Ruinen aus der Zeit der Römer. Auf dem Platz zu ihren Füßen treffen sich täglich Straßenmusiker und Künstler, Touristen und Einheimische. [...mehr]
Denkt man an das Mittelalter und seine bombastischen Kirchen, dann bestaunt man unweigerlich die lange Bauzeit und die Beharrlichkeit der Verantwortlichen. Oft wurde weit über ein Jahrhundert an den beeindruckenden Gotteshäusern gearbeitet. Alles Vergangenheit und ein Mangel an technischem Fortschritt? Weit gefehlt! Denn genau so eine Kirche, die bis heute unvollendet ist, steht mitten hier in Europa: die Sagrada Familia in Barcelona.
Begonnen wurden die Bauarbeiten 1882, bis heute wird an der riesigen Kirche gebaut und erst im Jahr 2026 soll sie endlich nach 144 Jahren fertig sein. Dieses Datum hat wohl eher ideelleren Wert, denn in jenem Jahr wird Spanien den hundertsten Todestag des grandiosen Architekten Antoni Gaudí feiern, der fast die letzten 30 Jahre seines Lebens diesem Gotteshaus widmete.
Nachdem die Sagrada Familia zunächst von einem anderen Architekten begonnen wurde, dieser sich dann aber mit der Bauleitung stritt, wurde die Verantwortung auf Antoni Gaudí übertragen. Er sah es als eine Art heilige Pflicht und steckte all seine Energie in den Bau. Nur leider konnte er gerade mal einen Teil der Ostfassade fertig sehen, denn 1926 starb er an einem Unfall, ironischerweise fast direkt vor der Sagrada Familia.
Seitdem versuchen andere Architekten Gaudís Vision zu vollenden, doch manches ist nur mündlich oder bruchstückhaft überliefert, so dass zu Gaudís Stil des Modernisme immer wieder Elemente der Moderne dazukommen. Insgesamt soll die Sagrada Familia eine Art moderne Verneigung vor der Gotik sein. [...mehr]
Barcelona ist eine moderne Metropole wie viele, doch ist es ihr alter Kern der fasziniert.
Direkt vom Hafen weg - der sehr viele gute Fischrestaurants bietet - beginnt die Altstadt Barcelonas. Sie wird durchkreuzt von einer der belebtesten Straßen der Stadt, die Ramblas. Diese Flaniermeile beginnt im Süden am Kolumbusdenkmal (auf das man mit einem Fahrstuhl fahren kann) und zieht sich nach Norden durch bis zu der Plaça de Cataluña und hat eine Länge von fast 2 Kilometern. Dieser Boulevard ist ein Muss für jeden Besucher mit unzähligen Läden und Restaurants und Künstlern die die Straße entlang auftreten. Nachts ist das gesamte
Viertel ein Paradies für Nachtschwärmer und der Anziehungspunkt wenn man Clubs oder Kneipen sucht. Wo wir auch langliefen, an jeder Ecke gab es eine Kneipe, die zum Verweilen einlud. Tagsüber ist es die Einkaufsmeile der Stadt, wenn auch bei weitem nicht die günstigste.
Absolut sehenswert auch das Gotische Viertel (Barrio gótico) mit seinen engen Gassen, hohen Mauern und plötzlichen großen Plätzen. Zum Teil fühlte man sich wie ins dunkle Mittelalter versetzt. Da ich Architektur sehr mag, war es ein Highlight durch die Straßen zu schlendern.
Des Weiteren findet man im Viertel natürlich die Kathedrale von Barcelona, die markant ist wenige andere. Für Geschichtsinteressierte gibt es auch Überreste römischer Mauern zu erkunden die einst die Stadtmauer bildete.
Zum Entspannen sind wir dann zum Plaza Real, wo man dem Menschentrubel für einen Moment entkommen kann und über die Städtereise nach Barcelona reflektieren konnte. Immer einen Besuch wert!


