» Argentinien


Autor: Nina

Die meisten stellen sich unter Südamerika wohl Dschungel, Hitze oder die Anden vor. Doch dieser Kontinent ist extrem vielseitig. In Patagonien zum Beispiel findet man riesige Gletscher und weite Eiswüsten eingebettet in eine atemberaubende Landschaft. Das ist der Nationalpark Los Glaciares.

Schnatternde Pinguine, große Seeelefanten, krachende Eismassen und leuchtende Eistunnel treffen hier direkt auf Granitberge mit bizarren Gesteinsformartionen. Im argentinischen Teil Patagoniens an der Grenze zu Chile, genauer gesagt in der Provinz Santa Cruz, liegt der Nationalpark Los Glaciares. Auf einer Fläche von 4459 km² erstrecken sich hier riesige Gletscherformationen, die größten Südamerikas. 1981 erklärte die UNESCO dieses Gebiet zum Weltnaturerbe um diese einzigartigen Eismassen zu schützen und zu erhalten.

Perito Moreno © Flickr/ untipografico

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Autor: Nina

Nirgends ist es so schön wie zuhause… Dies dachte sich wohl auch die Besatzung des Panzerschiffes Graf Spee, als sie, nachdem sie ihr Schiff 1939 selbst versenken musste, sich in Argentinien notgedrungen eine zweite Heimat aufbaute.

Und tatsächlich findet sich in der Provinz Córdoba in Zentralargentinien ein kleines Städtchen namens Villa General Belgrano, in dem die Bewohner versuchen die deutsche Kultur aufrecht zu erhalten. Doch, wenn man im Ausland Deutschland hört, denken viele wohl nur an Bayern.

Und so kommt es, dass Villa General Belgrano eher aussieht wie ein nach Disneyland verpflanztes Bayern. Es wird fleißig geschuhplattelt, Bier getrunken und pseudo-bayrisches Essen verputzt. Die Hotels und Restaurants heißen hier “Edelweiß”, “Speemann-Kantine” oder “Frankfurt”.

In Villa General Belgrano leben vor allem Nachfahren deutscher, schweizer oder norditalienischer Einwanderer. Ein paar Überlebende der Graf Spee wohnen immer noch hier. Ab und zu hört man auch noch die deustche Sprache, was aber immer mehr verloren geht.

Ortschild von Villa General Belgrano © wiechaIm Zenrum des Städtchen finden sich Häuser, die sehr an ein alpines Dörfchen erinnern, nur eben etwas bunter und irgendwie künstlich wirkend. Sowieso betritt man hier eine fremde und merkwürdige Welt. Um einen herum das temperamentvolle Argentinien und hier hat man das Gefühl in einen saubergefegten Vergnügungspark zu kommen. (Auch klischee-deutsche Tugenden wie Sauberkeit und Ordnung scheinen hier hochgehaltenzu werden ;-) )

Viele Touristen werden logischerweise von dem Örtchen angezogen, besonders wenn das Schokoladenfest, das Fest der Wiener Torten (“Fiesta de la Masa Vienesa”) und natürlich, dreimal dürft ihr raten, das Oktoberfest (offiziell “Fiesta de la Cerveza”, aber meist nur “La Oktoberfest” genannt) gefeiert wird.

Für die Argentinier ist Villa General Belgrano Deustchland und die meisten sind dann auch sehr überrascht, wenn die deutschen Touristen keine Lederhosen tragen, nicht jodeln können oder, Gott bewahre, kein Bier mögen.

Es ist schon interessant wie Klischees aus dem eigenen Land sich im Laufe von 60 Jahren verselbstständigen können.

Villa General Belgrano heißt eintauchen in eine skurrile Parallelwelt, aus der man dann aber auch nach der ersten Faszination oder dem ersten Schock – je nachdem :D – schnell wieder verschwinden will.

Haus in Villa General Belgrano © wiecha

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Autor: Nina

Iguazù-Fälle © ricardo martins“Arme Niagarafälle“, soll Eleanor Roosevelt beim Anblick der riesigen Wasserfälle von Iguazù gesagt haben.

Die Fälle liegen wenige Kilometer aufwärts zur Flussmündung des Iguazù, der die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien bildet. Bei den Einheimischen werden sie auch “Teufelsrachen” genannt. Dies ist auch kein Wunder, denn sie sind mit 2.700 Metern die breitesten Wasserfälle der Welt. Sie setzen sich aus 270 einzelnen kleineren Wasserfällen zusammen, von denen einige bis zu 82 m hoch sind.

Wasserfälle von Iguazù © ricardo martinsEinen guten Überblick erhält man von der brasilianischen Seite aus, da der längere Teil in Argentinien liegt. Man kann sie aber auch von unten mit einem Boot bestaunen. Dusche garantiert! An manchen Stellen, wo das Wasser nicht so schnell fließt und die nicht so niedrig sind, kann man sich auch durch die Wassermassen nach unten abseilen. Auch dies ist logischerweise eine nasse, aber sehr spaßige Angelegenheit.

Um die Iguazù-Fälle herum erstreckt sich ein Nationalpark, der eine riesige Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen beherbergt; allein über 450 verschiedene Vogelarten. Einige sehr seltene Schmetterlings- und Reptilienarten leben hier. Doch dieser Lebensraum ist gefährdet. Die Brasilianer haben Teile der geschlossenen Straßen auf ihrer Seite des Parks wieder für den Autoverkehr zugelassen. Etliche Organisationen bemühen sich darum, diesen Entschluss wieder rückgängig zu machen und den Artenbestand zu sichern.

Gerade im Hinblick dessen, dass die Fälle zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören…

Diese beeindruckenden Wasserfälle, die sich aus dem Urwald ergießen, und deren reiche Tier- und Pflanzenwelt sind definitiv eine Reise wert und bleiben uns hoffentlich noch lange erhalten.




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