» Architektur
Besonders in den letzten Jahren entfernen sich immer mehr Architekten von den klassischen Bauformen und trumpfen mit immer waghalsigeren und spektakulären Konstruktionen auf. Die einen bezeichnen das als Arroganz, die anderen wiederum als zukunftsweisend oder visionär. Man mag davon halten, was man will, eines muss man zugeben, die neuen Gebäude üben eine gewisse Faszination aus.
Zu den spannendsten Bauwerken der letzten Jahre zählt bestimmt die neue Zentrale des staatlichen Fernsehens China Central Television (CCTV) in Peking, auch als China Central Television Headquarters oder OMA CCTV Towers bekannt. Diese Konstruktion beeindruckt und verwirrt unsere Optik.
Das Gebäude soll die Form einer “winkligen Schleife” darstellen: Die zwei Türme knicken am Fuß und am oberen Ende in einem 90°-Winkel L-förmig ab und sind dann oben und unten jeweils rechtwinklig verbunden. Insgesamt verteilen sich 54 Stockwerke auf 234 m Höhe und einer Fläche von 456.000 m². Verantwortlich für die waghalsige Konstruktion ist der niederländische Stararchitekt Rem Koolhaas und der Deutsche Ole Scheeren. Alles in allem arbeitet aber momentan ein Team aus 400 Architekten und Ingenieuren aus der ganzen Welt an dem Bauwerk. [...mehr]
Kommt man in die italienische Region Apulien werden einem sicherlich an vielen Stellen kleine, runde Häuser auffallen, die auf den ersten Blick eher putzig wirken. Es sind die sogenannten Trulli. Und eine Stadt besteht fast nur aus Trulli: Alberobelllo.
Bis in die 1930er Jahre interessierte sich niemand für die kleinen, merkwürdigen Häuschen. Sie galten als Wohnsitz der armen Landbevölkerung und wurden eher mit einem verächtlichen Lachen abgetan. Heute kommen Tausende von Touristen um Alberobello und seine Umgebung zu sehen und die Stadt gehört sogar zum Weltkulturerbe der UNESCO.
[...mehr]
Denkt man an die französischen Könige, dann fallen einem wahrscheinlich Prunk, die französische Revolution und Versaille ein. Doch das Stammhaus der französischen Könige, das in meinen Augen viel schöner ist als Versaille, ist lange in Vergessenheit geraten: Schloss Fontainebleau.
Rund 60 km südlich von Paris liegt die kleine Stadt Fontainebleau, von dessen Schloss aus die Geschicke Frankreichs lange Zeit gelenkt wurden. Der Name leitet sich von “fontaine belle eau” ab, was soviel heißt wie “Quelle mit schönem Wasser”. [...mehr]
Ein Gebäude kommt einem wohl immer in den Sinn, wenn man an Moskau oder Russland denkt. Nein, ich meine nicht den Kreml, sondern eine der bekanntesten und architektonisch interessantesten Kirchen weltweit, die Basilius-Kathedrale.
Das bunte Bauwerk steht direkt am südlichen Ende des Roten Platzes und ist wohl DAS Wahrzeichen Moskaus. Im Jahre 1552 wurde an dieser Stelle die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit erbaut, als Denkmal für den Sieg des russischen Reiches über die Tataren. Doch bereits drei Jahre später wurde diese wieder abgerissen und Iwan IV. (Iwan der Schreckliche) ließ die Basilius-Kathedrale errichten. Ihren Namen verdankt sie dem Heiligen Basilius dem Gesegneten, der ungefähr an dieser Stelle begraben liegen soll. Doch dieser Name ist eigentlich nicht der offizielle, er hat sich einfach gegenüber dem richtigen durchgesetzt. Eigentlich heißt sie Mariä-Schutz-und-Führbitte-Kathedrale.
Eine Legende behauptet, dass Iwan den Architekten damals gefragt haben soll, ob er noch mehr solch schöner Kirchern erbauen könne. Als dieser die Frage bejahte, soll Iwan der Schreckliche ihm die Augen ausgestochen haben, dass er nirgends etwas Schöneres errichten konnte. Doch dies ist nachweislich nur eine Legende, denn der Architekt, Postnik Jakowlew, hat auch noch nach Iwans Tod einige imposante Bauwerke erschaffen. [...mehr]
Das Wahrzeichen von Brüssel überhaupt ist wohl das Atomium. Jeder kennt es, jeder hat es schon einmal gesehen. Es ist ohne Übertreibung vom Stil her eines der interessantesten und ungewöhnlichsten Bauwerke Europas.
Wie auch der Eiffelturm in Paris wurde das Atomium für eine Weltausstellung gebaut und sollte eigentlich danach wieder abgerissen werden, doch die Bewohner und die Regierung Brüssels brachten es nicht übers Herz. Also bleib es uns zum Glück erhalten… Zur Expo 1958, die die erste Weltausstellung nach dem zweiten Weltkrieg war, sollte das Atomium als Symbol für die friedliche Nutzung der Atomkraft und der Nutzung der Technik stehen.
Jeder kennt sie, und für fast jeden ist sie untrennbar mit San Francisco und den Vereinigten Staaten verbunden, die Golden Gate Bridge. Sie gilt als ein modernes Weltwunder und birgt gleichzeitig auch eine große Tragik, denn sie wird auch als “die tödlichste Brücke der Welt” bezeichnet.
Neben der Freiheitsstatue in New York ist sie DAS Symbol für die USA und somit neben anderen Sehenswürdigkeiten in San Francisco wie Alcatraz ein großer Touristenmagnet. Die Hängebrücke verbindet die beiden Seiten der Golden Gate Bucht. Diese bekam ihren Namen während des großen Goldrausches in Kalifornien und erinnerte viele an das Goldene Horn in Istanbul.
Selbst bei Flut fährt man noch in einer luftigen Höhe von 67 m über dem Wasser. Mit den Zufahrtsrampen ist der gesamte Brückenzug 2.737 m lang, die Brücke selbst immerhin “noch” 1.966 m. Bis zum Jahr 1964 war sie 27 Jahre lang die längste Brücke der Welt. Mittlerweile gibt es sieben, die länger sind. Nichtsdestotrotz hat die Golden Gate Bridge nichts an ihrer Faszination eingebüßt, denn schon bei ihrem Bau brach sie mehr als einen Weltrekord: die höchsten Pfeiler (227 m), die längsten (2.332 m) und auch die dicksten (92 cm) Kabelstränge und die größten Unterwasserfundamente.
[...mehr]
Es gibt wohl nur wenige Städte auf der Welt, die nur eine kurze Geschichte haben und komplett zu einem Zweck erschaffen wurden. Brasilia gehört zu diesen Ausnahmen. Sie wurde 1956 von Architekten komplett am Reißbrett entworfen, nur zu dem Zweck einer neuen Hauptstadt.
Wenn man durch Brasilia läuft, hat man das Gefühl in einem kleinen futuristischen Traum zu sein, denn gerade wir Europäer sind es gewohnt überall einen Flecken alte Geschichte entdecken zu können. Doch Brasilia gibt es erst seit etwas über 50 Jahre. Bereits im Jahr 1891 wurde beschlossen, dass das Land eine neue und vor allem zentraler gelegene Hauptstadt braucht. Und, nachdem man einen geeigneten Grund und Boden gefunden und Jahre der für Menschen üblichen Streiterein hinter sich gebracht hatte, konnte man 1956 endlich beginnen. [...mehr]
Er gehört wohl zu den berühmtesten Gebäuden auf der Welt. Einst sollte er das Prunkstück der Stadt Pisa in Italien werden. Gut, das ist er ja dann auch geworden, nur nicht im Sinne des Erbauers…
Der schiefe Turm von Pisa ist Faszinosum und Spott zugleich, aber gerade deshalb zieht es wahrscheinlich jährlich so viele Besucher in die kleine italienische Stadt. Und mal ehrlich, wer möchte ihn heute noch gerade sehen?
Der Turm war als freistehender Glockenturm (Campanile) für den Dom von Pisa geplant. Noch heute ist das Datum der Grundsteinlegung am Fuße des Turmes sichtbar, der 9. August 1173. Viele Quellen sprechen vom Jahr 1174. Das liegt aber daran, dass für die Menschen in Pisa nach dem damaligen Kalender das neue Jahr bereits am 25. März begann. [...mehr]
Jeder kennt ihn und er ist in den Augen vieler wohl wie kein Zweiter eng mit Paris verbunden, wenn er nicht sogar das Wahrzeichen Frankreichs im Ausland geworden ist. Die Rede ist natürlich vom Eiffelturm. Jährlich kommen rund sechs Millionen Menschen um ihn zu sehen und von einer der Aussichtsplattformen den herrlichen Blick über die Stadt an der Seine zu genießen.
In den Jahren 1887 bis 1889 zum hundertsen Jahrestag der Französischen Revolution erbaut, sollte er eine DER Attraktionen für die in Paris stattfindete Weltausstellung sein. Viele denken ja, dass Alexandre Gustave Eiffel der Architekt war, aber seine Firma gab nur den Auftrag. Architekten waren Stephen Sauvestre und der Schweizer Maurice Koechlin. Trotzdem ist der Turm nach Eiffel benannt und er steht sogar in der Avenue de Alexandre Gustave Eiffel… Auf dem Place de Mars befindet sich der Turm direkt an der Seine. [...mehr]
Wenn man auf Reisen müde wird und sich von den anstrengenden Besichtigungstouren erholen will, was gibt es da besseres als sich in ein gemütliches Hotelbett zu kuscheln? Dies geht beim “Everland” Hotel auch, nur, dass es wohl genauso herumkommt wie man selbst.
Als Gast im “Everland” ist man Teil eines Kunstprojekts, denn das mobile Hotel steht nicht nur an den ungewöhnlichsten Stellen, es ist selbst schon fast eine Skulptur. Das Ein-Zimmer-Hotel hat ein vollkommen durchgestyltes Inneres, das es aber trotzdem nicht ungemütlich macht, denn es ist mit einigem Luxus ausgestattet. In ihm fühlt man sich wie in einer kleinen liebevoll gestalteten Retro-Blase, von der reichlich gefüllten Mini-Bar, die man kostenlos benutzen darf, bis hin zur individuell ausgesuchten Plattensammlung. [...mehr]







