» Architektur
Mit 107.282 Plätzen ist das Beaver Stadium im US-amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania das derzeit größte Sportstadion der USA und das drittgrößte der Welt.
Nur zwei Stadien in Asien sind noch größer: eins in Nord Korea und ein weiteres in Indien. Aus europäischer Sicht ist dabei erstaunlich, dass es sich hierbei um das Heimstadion der Footballmannschaft einer Universität handelt, der Pennsylvania State University, häufig Penn State abgekürzt.
Hochschulsport nimmt in den USA jedoch einen viel höheren Stellenwert ein und wird wie Profisport vermarktet, in dem sich die Colleges und Universitäten um die Sportler reißen und sie mit Stipendien locken. Für viele Spieler stellt ein Stipendium für ein Hochschulteam einen Schritt in Richtung Profisport dar.
Das Beaver Stadium, benannt nach einem ehemaligen Gouverneur, wurde bereits 1909 [...mehr]
Die New Yorker Brooklyn Bridge ist eine der ältesten und zu ihrer Entstehungszeit längsten Hängebrücken der Welt. Mit 1.833,68 Metern Gesamtlänge überspannt sie den East River und verbindet die Stadtteile Manhatten und Brooklyn miteinander. Für die Stadt New York wurde die Brooklyn Bridge schnell zu einem neuen Wahrzeichen und symbolisiert als ‘Sehnsuchtsbrücke’ den amerikanischen Traum.
Geplant wurde die Brooklyn Bridge tatsächlich von einem Ingenieur aus Mühlhausen in Thüringen. Der deutsch-amerikaner Johann August Röbling hatte zuvor bereits mehrere Hängebrücken konstruiert und konnte durch seine Abschlussarbeit am Königlich polytechnischen Institut zu Berlin, über eben dieses Thema, auf ein fundiertes Wissen zurückgreifen.
Als eines der architektonischen Meisterwerke der Stadt New York ist die Brooklyn Bridge Handlungsort zahlreicher Romanen, Filmen, Musicals, TV-Sendungen und Schauplatz der internationalen Kunstszene der USA. So wird die Brücke in Filmen wie Godzilla oder Deep Impact von Monstern und Meteoren zerstört oder dient wie im Musical Saturday Night Fever als Sinnbild für den Weg in eine neue Welt. Im Sommer 2008 war die Brooklyn Bridge selbst Teil einer großen Installation. Der dänisch-isländische Künstler Eliasson konstruierte einen künstlichen Wasserfall an der Brücke unter dem Titel ‘The New York Waterfalls‘.
Brooklyn Bridge – Zahlen und Fakten
Ganze 14 Jahre dauerte der Bau der Brooklyn Bridge und kostete die Stadt dabei 18 Millionen Dollar. Der Bau beschäftigte insgesamt 6000 Arbeiter wobei 27 dabei ums Leben kamen. Am Tag ihrer Eröffnung, dem 24. Mai 1883, überquerten bereits 1.800 Fahrzeuge und 150.300 Menschen die neue Brücke. Jeder Fußgänger musste einen Cent und für jeden Fahrzeug 5 Cent bezahlt werden. Um die New Yorker Bevölkerung von der Stabilität der Brücke zu überzeugen, soll zuvor der Zirkus Barnum, mit 21 Elefanten zur Belastungsprobe über die Brücke geschickt worden sein. [...mehr]
Die Schloss- und Parkanlage Pillnitz geht in das frühe 18. Jahrhundert zurück. Damals ließ August der Starke das Schloss im barocken Stil um- und ausbauen. Die Pläne für den Umbau stammen von Mathäus Daniel Pöppelmann, der auch den Dresdner Zwinger entwarf und plante. Das Luftschloss war erhilt während des Umbaus eine Wasserpalais mit Freitreppe zur Elbe.
Direkt gegenüber der Elbinsel ist das Schloss Pillnitz heute eine Attraktion für Touristen aus aller Welt. Das außergewöhnliches Ensemble aus Architektur und Gartengestaltung besticht mit historischem Flair. Die Schlossanlage Pillnitz ist eingebettet in die Flusslandschaft des Elbtals, welche auch bekannt ist für ihre guten Weine. Im hauseigenen Restaurant kann man diese regionale Köstlichkeit probieren.
Unter dem Einfluss der ostasiatischen Mode wurde im frühen 18. Jahrhundert mit dem Bau von Wasser- und Bergpalais der Grundstein für eine der wichtigsten chinesischen Architekturen Europas gelegt. Wegen des exotischen Baustils wurden beide deswegen auch die Indianischen Palais genannt. Noch heute ist ihr Wandel zur Sommerresidenz des sächsischen Monarchen eindrucksvoll nachzuempfinden. In 200 Jahren hatte sich Pillnitz von einem Lustschloss zu einem Residenzschloss entwickelt, in dem auch der Wissenschaft und Kunst ein gewichtiger Platz eingeräumt wurde.
Hotel Schloss Pillnitz
Das privat geführte Hotel in der Schlossanlage Pillnitz befindet sich direkt in der ehemaligen Sommerresidenz der sächsischen Könige. Dort können Gäste die Ruhe der malerischen Parklandschaft genießen und so manch musikalischer Attraktion in den alten Mauern des Schlosses oder Open-Air lauschen. [...mehr]
Wenn man die Gelegenheit bekommt durch die engen Gassen von Cadiz zu schlendern muss man sich unbedingt auch die Kathedrale von Cadiz ansehen. Sie entstand bereits im 18. Jahrhundert und einer ihrer beiden Türmen ist sogar begehbar.
Cadiz liegt im schönen Andalusien und hat trotz seiner ca. 130.500 Einwohner wirklich sehr enge Gassen. Doch gerade dieses Ambiente ist mehr als beindruckend. Es gibt eine Legende: Angeblich soll Herkules die Stadt gegründet haben, wie auch das Wappen der Stadt zeigt. Gegründet wurde Cadiz jedoch von den Phöniziern.
Die Kathedrale ist extrem groß. Jedenfalls größer als Kathedralen in unseren Gebieten. Es scheint jedoch normal zu sein, dass spanische Kathedralen sehr groß und mächtig wirken. Wahrscheinlich ein Überbleibsel übersteigerter, sakraler Darstellungsformen.
1722 begann der Bau der beeindruckenden Kathedrale. Sie ist eine der letzten Bischofskirchen, in dieser Bauart, im Raum Andalusien. Der spanischer Musiker Manuel de Falla wurde in der Krypta der Kathedrale begraben. Der begehbare Turm bietet in 72 Metern Höhe, was der höchste Punkt der Stadt ist, einen wirklich schönen Panoramaausblick. Außerdem findet jede halbe Stunde eine Führung statt, natürlich auch in deutsch.
Die heute noch wahnsinnig beindruckende Kathedrale von Cadiz kann immer von Montag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr und Nachmittags ab 16 Uhr besichtigt werden. Die Kathedrale hat auch ein wirklich sehenswertes Museum.
Fazit:
Wenn ihr noch nicht wisst wohin der nächste Urlaub gehen soll: Auf nach Cadiz besucht die wunderschöne Kathedrale und macht euch selbst einen Eindruck.
Wer Norwegens Hauptstadt Oslo besucht, sollte sich auf jeden Fall ein paar Stunden Zeit für den Vigelandpark nehmen. Sobald man den Skulpturenpark betritt spürt man die besondere Atmosphäre, die von den fast lebendig wirkenden Werken des Künstlers ausgeht. In sich verschlungene menschliche Körper bilden den Grundstein für wiederum noch größere Figuren.
Mit dem Skulpturenpark in Oslo hat sich der norwegische Künstler Gustav Vigeland (1869 – 1943) ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk erschaffen. Etwa zwei Kilometer vom Zentrum Oslos entfernt, innerhalb des Frogner-Parks, erstreckt sich das 320.000 m² großen Areal welches 212 lebensgroße Bronze- und Granitskulpturen umfasst, diese sind in einer gradlinig gestalteten Parklandschaft eingebettet.
Aber nicht nur menschliche Körper sind Bestandteil des Werkes, auch Tiere und Fabelwesen fanden ihren Platz im Skulpturenpark. Schon am schmiedeeisernen Tor des Haupteingangs ist die Vermischung aus realen und fantastischen Elementen wunderbar zu sehen. Gustav Vigeland verstand seine Skulpturen als Hymne an das Leben selbst.
Skulpturen im Vigelandpark
Der Brunnen im Zentrum des Parks zum Beispiele beschreibt den Kreislauf des Lebens in all seinen Etappen. Am imposantesten jedoch ist der Monolith im Nordwesten. Mit beachtlichen 17m Höhe ist dieser Granitobelisk ein echter Koloss. 121 Darstellungen verschlungener Körper recken sich dem Himmel entgegen. Umgeben ist dieses Kunstwerk vom “Rad des Lebens“. Dieses wird übrigens gerne als Hintergrund für Familienphotos von Touristen aus Japan genutzt, da hier unter anderem Szenen aus dem Alltag einer Familie dargestellt sind.
Der Eintritt in den Park ist kostenlos und außerdem gilt der Vigelandpark als einer der saubersten und touristenfreundlichsten Plätze Oslos. Wer sich nach diesem Erlebnis etwas mehr mit dem Leben von Gustav Vigeland befassen möchte, dem sei das Vigeland-Museum im ehemaligen Atelier des Künstlers ans Herz gelegt. [...mehr]
Gestern habe ich es endlich geschafft mir den Film “The International” von Tom Tykwer anzuschauen und gleich eine in meinen Augen von der Location her besten Schießereien der Filmgeschichte gesehen. Das Setting des Guggenheim-Museums in New York ist für eine wilde Jagd auf Leben und Tod einfach genial gewählt. Nur wird das wunderbare Gebäude da ziemlich demoliert.
In der Realität steht das Guggenheim-Museum natürlich noch. Grund genug es euch einmal näher vorzustellen.
Es gehört wohl zu den spektakulärsten Bauten von New York City und ist an sich schon selbst ein Kunstwerk, weshalb bei der Eröffnung viele Künstler Angst hatten, das Museum würde ihren Kunstwerken die Show stehlen. Doch das ist zum Glück nicht der Fall und so gehört das Guggenheim heute zu den renommiertesten Museen der Welt. [...mehr]
Wohl jeder kennt den legendären Film “Citizen Kane” von und mit Orson Welles. Und fast jeder wird sich auch an das legendäre Schloss Xanadu des Pressemagnaten Charles Foster Kane erinnern. Dieses Schloss gibt es wirklich, denn der Film basiert auf dem Leben des Verleger-Moguls William Randolph Hearst.
1919 beschloss Hearst, der Vater der Boulevard-Presse, für seine Freundin, den Filmstar Marion Davies, “einen einfachen Bungalow” zu bauen. Aus dem ach so bescheidenen Plan wurde ein Anwesen, wovon manche wohl nicht einmal zu träumen wagen. Das Grundstück hatte Hearst, wie auch den Beginn seines Medienimperiums, von seinem Vater geschenkt bekommen.
Auf einem Hügel nahe San Simeon, genau in der Mitte zwischen Los Angeles und San Francisco, ließ Hearst mit Hilfe der Architektin Julia Morgan ein Schloss errichten. Dieses besteht aus fünf Gebäuden: dem Haupthaus (La Casa Grande), drei Gästehäusern und einer großen Kathedrale im maurischen Stil. Allein das Haupthaus hat 115 Zimmer, davon 38 Schlafzimmer und 31 Badezimmer! [...mehr]
Denkt man an das Mittelalter und seine bombastischen Kirchen, dann bestaunt man unweigerlich die lange Bauzeit und die Beharrlichkeit der Verantwortlichen. Oft wurde weit über ein Jahrhundert an den beeindruckenden Gotteshäusern gearbeitet. Alles Vergangenheit und ein Mangel an technischem Fortschritt? Weit gefehlt! Denn genau so eine Kirche, die bis heute unvollendet ist, steht mitten hier in Europa: die Sagrada Familia in Barcelona.
Begonnen wurden die Bauarbeiten 1882, bis heute wird an der riesigen Kirche gebaut und erst im Jahr 2026 soll sie endlich nach 144 Jahren fertig sein. Dieses Datum hat wohl eher ideelleren Wert, denn in jenem Jahr wird Spanien den hundertsten Todestag des grandiosen Architekten Antoni Gaudí feiern, der fast die letzten 30 Jahre seines Lebens diesem Gotteshaus widmete.
Nachdem die Sagrada Familia zunächst von einem anderen Architekten begonnen wurde, dieser sich dann aber mit der Bauleitung stritt, wurde die Verantwortung auf Antoni Gaudí übertragen. Er sah es als eine Art heilige Pflicht und steckte all seine Energie in den Bau. Nur leider konnte er gerade mal einen Teil der Ostfassade fertig sehen, denn 1926 starb er an einem Unfall, ironischerweise fast direkt vor der Sagrada Familia.
Seitdem versuchen andere Architekten Gaudís Vision zu vollenden, doch manches ist nur mündlich oder bruchstückhaft überliefert, so dass zu Gaudís Stil des Modernisme immer wieder Elemente der Moderne dazukommen. Insgesamt soll die Sagrada Familia eine Art moderne Verneigung vor der Gotik sein. [...mehr]
Mitten in der Automobilkrise baut sich das Traditionsunternehmen Porsche in seinem Stammsitz in Stuttgart-Zuffenhausen einen Ort um die Firmengeschichte glanzvoll zu präsentieren. Das neue Porsche-Museum glänzt aber nicht nur durch seinen Inhalt, allein schon die Architektur ist spektakulär.
Letztes Jahr feierte Porsche sein 60-jähriges Jubiläum, nur die richtige Location fehlte um sich adäquat zu präsentieren. Mit dem neuen Museum wäre dieses Problem ja wohl gelöst.
Das Wiener Architekturbüro Delugan Meissl hat beim Bau des Gebäudes ganze Arbeit geleistet, denn lange galt die Konstruktion unter Fachleuten für gar nicht durchführbar. Der gesamte Komplex erweckt den Eindruck zu schweben, denn die 5.600 m² Ausstellungsfläche stehen auf nur drei großen Säulen, in denen Aufzüge und Besucherrolltreppen untergebracht sind.
Im Gebäude befinden sich neben der Ausstellung auch ein Gourmet-Restaurant, eine Dachterrasse und große Veranstaltungsräume. In Zukunft will Porsche hier auch einige Events veranstalten.
Im Museum selbst erwartet die Besucher eine riesige gläserne Werkstadt, wo Technikfans bei der Produktion der legendären Sportwagen zugucken können. Neben der Geschichte des Unternehmens gibt es natürlich in erster Linie Autos zu bestaunen: von einer effektvoll ausgeleuchteten Karosserie des Klassikers Porsche Typ 64 bis hin zu einem umgekehrt an der Decke befestigten Porsche 956, der zeigen soll, dass das Auto mit einer Spitzengeschwindigkeit von 321,4 km/h theoretisch auch an der Decke fahren könnte.
Erwartet werden im neuen Porsche-Museum rund 200.000 Besucher im Jahr. Ansehen lohnt sich!
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Im australischen Melbourne steht das höchste Wohngebäude der Erde, der Eureka Tower, und das bietet seinen Besuchern eine echte Mutprobe: im 88. Stockwerk kann man sich über The Edge fahren lassen und hat dabei das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren.
The Edge, das ist ein Glaskubus, der in fast 300 m Höhe bis zu 3 m aus dem Gebäude herausgefahren werden kann. Nicht jeder wird sich das trauen, denn die Sinne täuschen einen dabei vollkommen. Da The Edge fast komplett aus Glas besteht, hat man kurz den Eindruck, man würde schweben.
Hat man das überwunden kann man wohl in aller Ruhe die wunderbare Aussicht über Melbourne genießen. Das Skydeck, auf dem sich The Edge befindet, liegt im 88. Stockwerk des Eureka Towers, der schon von Weitem wegen seiner ausgefallenen Architektur auffällt: die Fensterverglasungen der obersten zehn Stockwerke sind mit Gold beschichtet. [...mehr]









