» Südamerika
Für viele ist der Amazonas der Inbegriff eines der letzten noch unberührten Flecken Natur. Andere denken wiederum an Hitze, Mücken, giftige und rätselhafte Tiere und Pflanzen oder eine schier erdrückende Luftfeuchtigkeit. Aber auch die immer größer werdende Bedrohung des Regenwaldes kommt einem in den Sinn.
Wer Lust auf ein kleines Abenteuer oder die Entdeckung dieses schwindenden Paradieses hat, hat die Möglichkeit verschiedene Touren durch das Amazonasbecken zu unternehmen.
Der riesige tropische Regenwald um den Fluss Amazonas umfasst Gebiete in neun südamerikanischen Staaten, darunter Ecuador, Peru, Kolumbien, Venezuela, Bolivien und Brasilien, wobei in letzterem das größte Gebiet, rund zwei Drittel, liegt.
Durch das Amazonasbecken fließt rund ein Fünftel allen Süßwassers der Welt. Die Quellflüsse entspringen in über 5000 m Höhe in den peruanischen Anden und landen dann nach einer Strecke von 7000 km im Atlantik. Der Amazonas wird aus 100.000 Nebenflüssen gespeist und bildet so durch dieses gigantische Wasserfeld das größte Flusssystem der Erde.
Jedes Jahr überschwemmen die Wassermassen die Ufer zu beiden Seiten bis zu einer Breite von 100 km. In diesen Überschwemmungszeiten verschwinden ganze Teile des Urwalds und tauchen erst bei sinkendem Wasserspiegel wieder aus den Fluten auf.
Das Wasser ist somit die Hauptverkehrsader dieser Region.
Das tropische Klima und die unbeschreiblichen Wasservorkommen bieten die besten Voraussetzungen für unzählige verschiedene Arten von Pflanzen und Tieren. Viele davon sind noch nicht einmal erfasst, geschweige denn erforscht. Das Artenvorkommen allein bei den Tieren wird auf 5 bis 10 Millionen verschiedene Arten geschätzt.
Viele Reiseunternehmen bieten unterschiedliche Expeditionen in den Dschungel an. Man kann ihn per Rad oder zu Fuß mit einer jeweils geführten Gruppe erschließen. Am beliebtesten aber, ist wohl die Reise auf dem Wasserweg. Es werden diverse Kreuzfahrten angeboten, aber auch geführte Bootstouren oder für abenteuerlustige per Paddel- oder Schlauchboot. (Interessante Angebote findet man bei amzonasreisen.de)
Wer es ganz exotisch mag, kann sich auch einem Survivaltraining oder einer Survivaltour anschließen.
Egal wie, dieses Stück atemneraubende Natur sollte man sich nach Möglichkeit nicht entgehen lassen.
Für mehr Infos rund um Wissen, Reisen etc., schaut doch mal auf amazonas.de…
Viele Mythen und Legenden ranken sich um das Volk der Maya und ihre Ruinenstadt Chichén Itzá hat schon immer die Fantasie von Wissenschaftlern und Besuchern gleichermaßen beflügelt. Nicht umsonst wurde sie 2007 zu einem der “neuen sieben Weltwunder” gewählt.
Man nimmt an, dass die Gründung von Chichén Itzá auf der Halbinsel Yucatán (Mexiko) in die Zeit von 435 bis 455 n. Chr. fällt. Da die etwa ein Kilometer Durchmesser große Stadt die Hauptstadt eines Maya-Reiches bildete, wohnten hier wohl nur Priester und Regierungsfunktionäre.
Chichén Itzá wurde um zwei große Cenotes errichtet, von denen einer, “der heilige Brunnen” Sagrada, wohl als Opferplatz diente. In ihm fand man Gold, Jade, Schmuck und über 50 Skelette.
Rund 200 Jahre nach Gründung der Stadt wurde sie von den Maya auch schon wieder verlassen und erst um 987 wieder vom Volk der Tolteken neu besiedelt. Unter ihnen erlebte Chichén Itzá wieder rund 200 Jahre lang eine neue Blütezeit. Der toltekische Baustil vermischte sich mit dem der Maya.
Das beste Beispiel hierfür ist das Castillo (span. “das Schloss”) oder auch die Pyramide Kukulcán genannt. Die Pyramide ist rund 30 m hoch und hat vier Treppen mit insgesamt 365 Stufen, eine für jeden Tag des Jahres. Hier zeigt sich mal wieder welch immense mathematische und astronomische Kenntnisse die Maya bereits hatten.
Zweimal im Jahr, zur Tagundnachtgleiche, versammeln sich zu den normalen Besuchern noch tausende Menschen um die Tempelpyramide um Zeugen eines faszinierenden Schauspiels zu werden. Eine Seite des Bauwerks wird dann komplett in den Schatten getaucht und nur noch die Stufen werden von der Sonne beschienen. Diese bilden optisch ein Band, das sich dann mit dem Schlangenkopf am Fuß der Pyramide vereint. Es zeigt sich der Schlangengott Kulkulcán.
Aber auch andere Bauwerke der Stadt sind sehr beeindruckend. Der Kriegertempel mit seinen in Stein gehauenen Reliefs zum Beispiel oder der architektonisch interessante Schneckenturm.
Die alte Ruinenstadt zeugt von der Blüte und dem Untergang einer faszinierenden Kultur und wird jedem Besucher den Atem rauben.
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Hoch zwischen den Gipfeln der Anden Perus thront zwischen meist tief hängenden Nebelwolken die alte Inkastadt Machu Picchu. Seitlich fallen drei steile Felswände bis zu 600 m tief zum Fluss Rio Urubamba.
In einer Höhe von 2450 m liegt die Ruinenstadt 112 km nordwestlich von der Stadt Cusco. Mit einer Besucherzahl von ca. 2000 Personen pro Tag ist Machu Picchu eine der beliebtesten Touristenattraktionen Südamerikas. 1983 nahm die UNESCO die in ihre Liste des Weltkulturerbes auf.
Über vier Jahrhunderte galt die Stadt als verschollen, bis sie 1911 eine Expedition der Universtät Yale unter der Leitung von Hiram Bingham wiederentdeckte. Doch fälschlicherweise hielten sie die Stadt zunächst für die 35 km entfernt gelegene Zufluchtstätte der Inkas vor Pizarro, Vilcabamba.
Es ranken sich viele Legenden um diesen mystisch anmutenden Ort. Auch ihr Sinn und Zweck ist nicht ganz klar. Wurde sie als Festung gebaut? Oder diente sie den Inkas als religiöse Stätte? Heute weiß man, dass sich zu Zeiten spanischer Eroberung Machu Picchu teilweise noch im Bau befand. Auch ist man sich inzwischen sicher, dass es wohl ein mit astronomischen Beobachtungen verbundenes Kultzentrum werden sollte.
Die Stadt, die aber immer nur zum Teil bewohnt war, sollte einmal über 1000 Menschen Platz bieten. Machu Picchu umfasst ungefähr 200 Gebäude und einen riesigen Zeremonialbezirk. Besonders auffallend sind ein großer massiver Rundturm, der wahrscheinlich als Observatorium diente, und eine große steinerne Sonnenuhr. Desweiteren gibt es einen Haupttempel, den sogenannten “Tempel der drei Fenster” und den Sonnentempel.
Als Besucher kann man auf mehreren Wegen nach Machu Picchu gelangen. Von Cusco aus fährt eine Bahn zum Dorf Aguas Calientes am Fuße des Berges. Von hier aus windet sich ein Bus die 8 km lange Serpentinenstrecke direkt hinauf zur alten Inkastadt.
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit die Strecke über kleine gewundene Pfade zu laufen. Oder man nutzt den 88 km langen Inka-Pfad für eine mehrtägige Wanderung. Direkt am Eingangsbereich zu Machu Picchu liegt übrigens das Hotel “Sanctuary Lodge” (zur Hotelkette “Orient Express” gehörend).
Man sollte sich hier auf jeden Fall Zeit nehmen die Ruinenstadt Machu Picchu genau zu erkunden und die einzigartige mysteriöse Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Es gibt viel zu entdecken!
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“Arme Niagarafälle“, soll Eleanor Roosevelt beim Anblick der riesigen Wasserfälle von Iguazù gesagt haben.
Die Fälle liegen wenige Kilometer aufwärts zur Flussmündung des Iguazù, der die Grenze zwischen Argentinien und Brasilien bildet. Bei den Einheimischen werden sie auch “Teufelsrachen” genannt. Dies ist auch kein Wunder, denn sie sind mit 2.700 Metern die breitesten Wasserfälle der Welt. Sie setzen sich aus 270 einzelnen kleineren Wasserfällen zusammen, von denen einige bis zu 82 m hoch sind.
Einen guten Überblick erhält man von der brasilianischen Seite aus, da der längere Teil in Argentinien liegt. Man kann sie aber auch von unten mit einem Boot bestaunen. Dusche garantiert! An manchen Stellen, wo das Wasser nicht so schnell fließt und die nicht so niedrig sind, kann man sich auch durch die Wassermassen nach unten abseilen. Auch dies ist logischerweise eine nasse, aber sehr spaßige Angelegenheit.
Um die Iguazù-Fälle herum erstreckt sich ein Nationalpark, der eine riesige Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen beherbergt; allein über 450 verschiedene Vogelarten. Einige sehr seltene Schmetterlings- und Reptilienarten leben hier. Doch dieser Lebensraum ist gefährdet. Die Brasilianer haben Teile der geschlossenen Straßen auf ihrer Seite des Parks wieder für den Autoverkehr zugelassen. Etliche Organisationen bemühen sich darum, diesen Entschluss wieder rückgängig zu machen und den Artenbestand zu sichern.
Gerade im Hinblick dessen, dass die Fälle zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören…
Diese beeindruckenden Wasserfälle, die sich aus dem Urwald ergießen, und deren reiche Tier- und Pflanzenwelt sind definitiv eine Reise wert und bleiben uns hoffentlich noch lange erhalten.
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Wenn man über die Halbinsel Yucatàn in Mittelamerika fliegt, fallen einem unzählige kleine Seen auf, die den dichten Regenwald an vielen Stellen durchbrechen. In Wirklichkeit sind dies aber keine einzelnen Seen, sondern unterirdisch zusammenhängende Wasserlöcher, die Cenotes.
Unterhalb des Waldes erstreckt sich also ein 133 Kilometer langes Höhlennetz und damit das größte der Welt.
Solche Cenotes entstehen in kalksteinhaltigen Gebieten. Der Kalkstein löst sich nach und nach auf und es entstehen Höhlen. Ein neuer Cenote bildet sich, wenn der Boden über solchen Höhlen einstürzt und sich Regenwasser darin sammelt.
Erst in den letzten Jahren haben Taucher begonnen die Tunnel zu erforschen. In dem kobaltblauen Wasser fanden sie teilweise noch vollkommen unentdeckte Meerestiere, die nur in der dunklen Tiefe der Cenotes überleben können.
In der Trockenzeit sind die Cenotes die einzige Wasserversorgung für die reiche Pflanzenwelt Yucatàns.
Nicht umsonst galten oder gelten auch heute noch die Cenotes für die Maya als Eingang zur Unterwelt und wurden oder werden kultisch verehrt. Forscher nehmen an, dass die alte Kultur der Maya ihre Städte um die Wasserlöcher bauten und diese als Brunnen benutzten. Man könnte also sagen, dass die Cenotes den Grundstein für die Mayabesiedlung auf Yucatàn bildeten.
Ein weiteres interessantes Phänomen entwickelt sich in der Regenzeit. Die Süßwassermassen fließen in die unterirdischen Höhlen ab und lagern sich auf dem Salzwasser an. So bilden sich zwei unterschiedliche Wasserschichten, die sich nicht miteinander vermischen.
Die Cenotes stellen wirklich den Eingang in eine besondere und faszinierende Welt dar. [...mehr]


