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Circa 60 km westlich von Sydney im australischen Bundesstaat New South Wales ziehen sich speltakuläre Felsenbänder von bis zu 1000 m Höhe durch einen üppigen Urwald. Hier und da donnern Wasserfälle in die Tiefe und ein geheimnisvoller blauer Dunst schwebt über allem.
Das sind die Blue Mountains, eines der beliebtesten Ausflugsziele der Einwohner Sydneys und unter Touristen teiweise noch ein echter Geheimtipp.
Die Blue Mountains habe ihren Namen von den schon erwähnten blauen Nebelschwaden, die die gesamte Gegend einzuhüllen scheinen. Die unzähligen Eukalyptusbäume strömen ätherische Öle aus, die sich in der Luft in den charakterischen blauen Dunst verwandeln. Doch nicht nur das ist bsonders an diesen Bäumen. Ihre Keime brauchen Feuer um zu gedeien, deshalb sondern sie die Öle ab um kleine Schwelbrände am Boden zu schüren, die abgestorbene Pflanzen in fruchtbare Asche und Erde verwandeln. Daher kommt es hier auch häufiger zu größeren Buschbränden.
Für die Siedler, die von Sydney aus nach Westen wollten, waren die Blue Mountains mit ihren steilen Sandsteinhängen und tiefen Schluchten ein schier unüberwindbares Hindernis. Erst 1813 gelang es den ersten die Berge zu überwinden und so einen neuen Teil der Siedlungsgeschichte Australiens zu schreiben.
Der Blue Mountains Nationalpark ist Weltnaturerbe und beherbergt eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Die Gegend ist reich an unterschiedlichen Vogelarten, aber auch Koalas oder Felsenkänguruhs können hier beobachtet werden.
Die Three Sisters sind das Wahrzeichen der Region. Drei steile Felsspitzen ragen nebeneinander in den Himmerl. Laut einer Legende der Aborigines wurden hier drei Schwestern, die sich verbotener Weise mit ihren drei Liebhabern getroffen hatten, hier einst zur Strafe in Sandsteinfelsen verwandelt.
Touristen sollten nach Möglichkeit unter der Woche hierher kommen. Dann ist es nicht so überlaufen. Um die Gegend zu erkunden, bieten sich einem verschiedene Optionen an. Man kann zum Beispiel zu Fuß durch den Nationalpark streifen oder an festen geführten Wanderungen teilnehmen. Es gibt aber auch eine kleine Bahn, die Scenic Railway, die einen Teil des Geländes abfährt.
Diese beeindruckende Gegend lohnt es sich wirklich zu erkunden. Am besten an einem Ein-Tages-Trip von Sydney aus.
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Spätestens seit der Verfilmung von “Herr der Ringe” hat Neuseeland in den letzten Jahren einen großen Tourismusboom erlebt. Immer mehr Leute entdecken dieses wunderschöne und wahnsinnig vielfältige Land für sich. Und einer der interessantesten und bekanntesten Städte Neuseelands ist wohl Auckland.
Direkt am Meer auf der Nordinsel Neuseelands liegt die mit 1,3 Mio. Einwohnern (ein Drittel der Gesamtbevölkerung) größte Stadt des Landes. Im Osten wird Auckland vom Pazifik und im Südosten von der 650 m hohen Hügellandschaft Hunua Ranges begrenzt. Die Stadt ist auf circa 50 inaktiven Vulkanen erbaut, die zu weitläufigen Parkanlagen umfunktioniert wurden. So ist schon allein die Lage ein Erlebnis wert.
Ursprünglich wurde Auckland von den Maori unter dem Namen Tamaki-Makau-Rau um das Jahr 1350 gegründet. Doch nach und nach wanderten die Maori ab, wurden von den Europäern vertrieben oder verkauften Teile des Landes. So wurde 1840 hier der Vertrag von Waitangi unterzeichnet, der Neuseeland an das Vereinigte Königreich band. Im selben Jahr wurde dann Auckland gegründet und zur Hauptstadt ernannt. Diesen Status verlor die Stadt dann leider 22 Jahre später aus strategischen Gründen wieder an das heutige Wellington.
Heute fasziniert Auckland vor allem durch sein multikulturelles Flair. Viele Bewohner haben europäische, meist britische, Wurzeln, aber auch die Maori sind logischerweise zahlreich vertreten. Im Laufe der Jahre kamen auch viele Asiaten und Polynesier hinzu.
Nach einer Studie ist Auckland auf Platz fünf der lebenswertesten Städte der Welt gelandet und ist somit auf Platz eins auf der Südhalbkugel.
Vor allem die wunderschönen und üppigen Parks und das milde Klima direkt am Meer ziehen viele Leute an. Wassersport wird hier großgeschrieben und eine der unzähligen Bootstouren gibt einem interessante Einblicke. Das Hafengebiet allgemein ist sehr sehenswert.
Von der Aussichtsplattform des Sky Towers, dem höchsten Gebäude der Südhalbkugel, hat man einen gigantischen Blick über die Stadt und deren Umgebung.
Dies sind natürlich nur ein paar der etlichen Vorzüge Aucklands. Solch eine entspannte Atmosphäre in einer Großstadt findet man kein zweites Mal auf der Welt.
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Das touristische Vorzeigeobjekt Australiens schlechthin ist wohl der Ayers Rock. Jährlich lockt er Millionen von Besuchern an.
Die rote Felsformation aus Sandstein liegt in der zentralaustralischen Wüste. Er zieht sich über 3 Kilometer in die Länge und ist 2 Kilometer breit. An den höchsten Stellen erreicht er über 8oo m Höhe.
Der Ayers Rock ist ein Heiligtum der Aborigines und heißt bei ihnen eigentlich Uluru. Ihre Stämme leben rund um den Felsen und nennen sich selbst Anangu.
Den Namen Ayers Rock erhielt er erst 1873 von einem europäischen Entdecker. (Sein Name ist eine Anlehnung an den damaligen Premierministers Südaustraliens Sir Henry Ayers.)
Lange mussten die Aborigines dafür Kämpfen ihr Heiligtum von der australischen Regierung zurückzubekommen, doch erst 1985 wurde er ihnen wieder offiziell überlassen (Dafür mussten sie aber einem Pachtvertrag über 99 Jahre zustimmen!). Damit sind sie für den Erhalt und die Pflege des Uluru zuständig.
Man kann den Felsen zwar auf gekennzeichneten Wegen besteigen, aber dies wird von den Anangu nicht gerne gesehen, da das Herumlaufen auf ihrem Heiligtum ihnen eigentlich verboten ist. Das Fotografieren ist nur an bestimmten gekennzeichneten Stellen gestattet; besondere Heiligtümer dürfen strikt nicht abgebildet werden. Zudem kann der Aufstieg ziemlich gefährlich werden, da sich das Wetter sehr schnell ändern kann, oder die Hitze einem sehr zu schaffen macht.
Der Uluru bietet einem einen faszinierenden Anblick und ist für Touristen ein besonderes Ziel. Wichtig ist hierbei aber stets die Regeln der Aborigines einzuhalten und zu respektieren.
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Unweit der Küste von Queensland erstreckt sich das größte noch lebende Korallenriff über eine Fläche von 350 000 Quadratkilometern, fast so groß wie ganz Deutschland. Vom südlichen Wendekreis bis zur Mündung des Fly River in Papua Neuguinea reicht das Great Barrier Reef, das aus über 2500 Riffen besteht und unterschiedliche Riffarten aufweist.
Dieser Riesenorganismus beherbergt mehr als 14.000 Arten von Meerestieren, davon allein 400 verschiedene Korallenarten, ein Paradies für jeden Taucher. Etwa 700 Inseln gibt es im Riff verstreut, davon sind die meisten unbewohnt. Die wenigen touristisch erschlossene Inseln eignen sich aber hervorragend als gastfreundliche Basis für Tauchexpeditionen. Hotels, Hütten und Campingplätze, für jede Preisklasse sind Unterkünfte vorhanden und alle Inseln eignen sich bestens als Ausgangspunkt zum Tauchen.
Vom Festland aus ist es nur eine kurze Bootsfahrt bis zum Riff, das für geübte wie für ungeübte Taucher großartige Möglichkeiten bietet. Wer mag, kann sich geführten Tauchgängen anschließen oder nur eine Tagestour auf eine Insel buchen, um eigenständige Unterwasserausflüge zu machen.
Das Tauchen ist überall im Great Barrier Reef erlaubt, obwohl das Riff zu 50 Prozent beschädigt ist und deshalb schon vor Jahren unter Naturschutz gestellt und von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Lediglich das Sammeln von Korallen ist strengstens untersagt.
Vielerlei Faktoren, von Umwelteinflüssen über natürliche Feinde bis hin zu menschlichem Einwirken, tragen zu seiner Zerstörung bei, aber die australische Regierung hat jetzt ein Programm gestartet, um das Riff zu erhalten. So wird hoffentlich auch in Zukunft die Möglichkeit zum Besuch der Unterwasserwelt im herrlichen kristallklaren Wasser des Great Barrier Reef möglich sein. Wer Freude am Tauchen hat darf sich diese Gelegenheit bei einem Aufenthalt in Queensland nicht entgehen lassen.



