Beiträge vom: Oktober, 2008
Auf der Nordinsel Neuseelands erstreckt sich im Zentrum der gewaltige Nationalpark Tongariro. Die majestätische Landschaft wird von drei immer noch aktiven Vulkanen dominiert: Tongariro (1.968 m), Ngauruhoe (2.291 m) und Ruapehu (2.797 m).
Der Nationalpark umfasst eine Fläche von knapp 795 km² und wird von einem festen Straßennetz umgeben, das ihn gut zugänglich macht.
Die drei Vulkane und das dazugehörige Land sind für die Maori von großer Bedeutung. Als die Maori vor über 1.500 Jahren auf die neuseeländische Nordinsel kamen, musste, der Legende nach, der damalige Häuptling, um den Anspruch auf das Land für sein Volk zu erheben , auf den “Berg” Tongariro klettern und auf dessen Spitze ein Feuer entzünden. Zusammen mit seiner Sklavin machte er sich auf den beschwerlichen und eisigen Weg. Oben angekommen sandten ihm seine zwei Schwestern, mächtige Priesterin, ein magisches Feuer, das er dann auf dem Gipfel entzünden konnte. Aus Dank opferte er dem Vulkan seine Sklavin, deren Name heute immer noch ein benachbarter Vulkan trägt, Ngauruhoe. [...mehr]
Es gibt wohl nur wenige Städte auf der Welt, die nur eine kurze Geschichte haben und komplett zu einem Zweck erschaffen wurden. Brasilia gehört zu diesen Ausnahmen. Sie wurde 1956 von Architekten komplett am Reißbrett entworfen, nur zu dem Zweck einer neuen Hauptstadt.
Wenn man durch Brasilia läuft, hat man das Gefühl in einem kleinen futuristischen Traum zu sein, denn gerade wir Europäer sind es gewohnt überall einen Flecken alte Geschichte entdecken zu können. Doch Brasilia gibt es erst seit etwas über 50 Jahre. Bereits im Jahr 1891 wurde beschlossen, dass das Land eine neue und vor allem zentraler gelegene Hauptstadt braucht. Und, nachdem man einen geeigneten Grund und Boden gefunden und Jahre der für Menschen üblichen Streiterein hinter sich gebracht hatte, konnte man 1956 endlich beginnen. [...mehr]
Im Norden des US-Bundesstaats New Mexico liegt das wohl älteste, durchgehend bewohnte Dorf der Vereinigten Staaten, Taos Pueblo. Bereits im 10. Jahrhundert ließen sich hier Nachfahren der Anasazin-Indianer nieder. Doch auch, wenn die Siedlung heute vor allem vom Tourismus lebt, ist sie kein Museumsdorf, sondern ein lebendiger Zufluchtsort für die Indianer des Stammes der Taos.
Das Dorf, das im Indianerreservat Taos County liegt, besteht aus zwei Pueblos, durch die der Taos Pueblo River fließt. Die zwei großen Langhäuser und die meisten Bauten in Taos Pueblo bestehen aus Lehmziegeln im Adobe-Stil, die meist mehrstöckig sind. Auf der Südseite findet man kleinere einstöckige Häuser und vor jedem findet sich ein iglu-artiger Aufbau, der als Ofen zum Brotbacken dient, zudem noch ein paar Holzbauten zum Trocknen von Früchten. [...mehr]
Die Hansestadt Stralsund gehört ohne Zweifel zu schönsten Städten in Mecklenburg-Vorpommern. Seit wenigen Wochen ist die Stadt nun mit dem Ozeaneum um eine wirklich sehenswerte Attraktion reicher.
Von jeher war das Meeresmuseum in der historischen Katharinenkirche von Stralsund vor den Toren der Insel Rügen ein beliebter Anlaufpunkt für die Besucher der Stadt. Das Ozeaneum, mit knapp 8.700 Quadratmeter Ausstellungsfläche und einem modernem Äußeren haben die Architekten eine Unterwasserwelt geschaffen, die den Ozeanen dieser Erde auf wunderbare Weise nachempfunden ist. Sechs Millionen Liter Wasser, 7.000 Tiere und 39 Aquarien sind beeindruckende Zahlen für das neue Ozeaneum und macht deutlich, was die Besucher des Museums erwartet. [...mehr]
Im Süden Malis erwartet Besucher ein besonderer Anblick: Das Land des Volkes der Dogon wird von einem langen, schroffen und irgendwie unwirklich wirkenden Felsmassiv bestimmt, das Bandiagara-Felsmassiv. Hier haben sich die Bewohner unendlich viele kleine kunstvolle Hütten angelegt, die einen schon von weitem in Kombination mit der Landschaft in den Bann ziehen.
Das rote Sandsteinmassiv Bandiagara erstreckt sich über 170 km. Mitten in den Sandebenen erheben sich Steilwände von rund 500 m Höhe. Weiter nach Norden hin steigt es dann immer mehr an und erreicht sogar mit dem Berg Hombori Tondo, dem größten Berg Malis, eine Höhe von 1.115 m über dem Meeresspiegel. Rund 300.000 Menschen des Volkes der Dogon leben hier.
Dieser Ort hat schon etwas Magisches… Weit abgelegen im Nordosten Indiens findet man 30 tief in den Stein gehauene Höhlen, die vor über 1.500 Jahren eine Enklave für buddhistische Mönche waren. Diese haben hier, in den Höhlen von Ajanta, prachtvolle Kunstwerke hinterlassen.
Außerhalb der kleinen Stadt Ajanta, rund 100 km von Aurangabad entfernt, sieht man von weitem nur ein paar Eingänge zu Höhlen. Doch tritt man dann in diese ein und haben sich die Augen erst mal an das Zwielicht gewöhnt, ist man überwältigt. Man kommt aus der sengenden Hitze in absolute Stille und eine angenehme Kühle und steht auf einmal in riesigen Höhlen, die teils 30 m breit sind und rund 15 m tief in den Fels hineinreichen. Und selbst die Decken haben eine Höhe von bis zu 4 m. Unglaublich, wenn man sich vorstellt, dass diese Räume vor über 1.500 Jahren hier von Mönchen in den Stein gehauen wurden. [...mehr]
Rund 190 km nördlich von Brisbane vor der Küste Australiens liegt ein kleines Pardies, das die Aborigines schon vor Tausenden von Jahren für sich entdeckt haben. Fraser Island ist ein kleines verstecktes Paradies, das leider, wie so viele, immer mehr bedroht ist.
Die größte Sandinsel der Welt hat eine einzigartige und vielfältige Natur. An der Küste empfängt einen eine blühende Heidelandschaft und bewegt man sich immer mehr ins Innere, dann kommt man, vorbei an Mangrovensümpfen, duftenden Eukalyptuswäldern und Buschland, direkt in den tropischen Dschungel. Die ganze Insel, die rund 120 km lang ist, besteht aus Sand, der aber eben an vielen Teilen von einer üppigen Vegetation überwachsen ist. Die Teile, in denen der Sand noch dominiert, sieht man schon vom Meer aus, denn manche bunte Dünen ragen 240 m in die Höhe. [...mehr]
Jeder ist zutiefst erschüttert und bewegt von der momentanen Finanzkrise. Da hat unser doch so hochgeschätztes System mal einen ordentlichen Dämpfer verpasst bekommen… Doch je mehr die Börse und das Finanzsystem in den USA abstürzen, desto mehr Touristen wollen plötzlich den Financial District in Manhattan, New York City, sehen.
Vielleich ist das ja ein bisschen wie bei einem Autounfall, wenn viele Schaulustige und Gaffer stehenbleiben und ihre Augen nicht vom Ort des Geschehens lassen können. Für manche, so auch bei mir, schwingt einfach eine große Portion Schadenfreude mit. Doch egal ob nun Pleite oder nicht, der Financial District und allen voran die Wall Street sind auch so ziemlich sehenswert.
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Xanten ist heute eigentlich ein beschauliches kleines Städtchen am Niederrhein in Deutschland. Doch zu Zeiten der Römer war Colonia Ulpia Traiana, so der römische Name von Xanten, eines der Zentren des Imperiums. Heute kann man dort immer noch römische Geschichte anfassen und hautnah erleben, denn der Archäologische Park Xanten, kurz APX, ist weltweit einzigartig.
Keine Angst, es handelt sich hierbei nicht um ein 08/15 Museum oder schnarchigen Lateinunterricht. Nein, der APX lässt einen hautnah in die Geschichte eintauchen. So ist er auch ein ideales Ausflugsziel für Familien, denn er bietet Jung und Alt Spaß, Erholung und gleichzeitig einiges zu lernen und zu entdecken.
Die Überreste der römischen Stadt Xanten wurden im Mittelalter und in der Neuzeit kaum überbaut und so waren sie ein Geschenk an die Archäologie. Seit 1977 schützt sie der Archäologische Park. Mehr und mehr hat sich der APX zu einer Begegnungsstätte zwischen Archäologie und normalen Besuchern entwickelt. Mitten in der schön angelegten weiten Parkanlage wurden der Hafentempel, das Amphitheater, die Stadtmauer, Badeanlagen und Wohnhäuser nachgebaut und vermitteln so das Bild lebendiger Geschichte. [...mehr]








