Beiträge vom: Mai, 2008


Autor: Nina

Budapest flickr ©Fanch the system

Budapest, die Hauptstadt von Ungarn, ist ohne Zweifel eine der schönsten Städte in Europa. Aufgrund der politischen Trennung haben aber viele Menschen die wunderschöne Stadt am Ufer der Donau noch gar nicht kennengelernt, dabei spielte Budapest gerade in der neuzeitlichen Geschichte eine tragende Rolle, erst mit dem Untergang des Kaiserreiches Ungarn-Österreich trat sie etwas in den Hintergrund.

Zum Glück konnte ein Großteil der Sehenswürdigkeiten für die Nachwelt erhalten, so dass Urlauber die Stadt entweder durch eine Städtereise oder durch einen Urlaub im Umfeld besser kennen lernen können. Die Geschichte Budapests beginnt wie bei vielen europäischen Metropolen mit einer Siedlung der Römer im Jahr 89.Budapest flickr ©Kieran Lynam Mit der Landnahme der Magyaren um 896 und der Krönung des ersten ungarischen Königs (Stephans I. 1000/1001) begann die eigentliche Geschichte des Landes, das in der Folgezeit immer wieder für seine Unabhängigkeit kämpfen musste.

Der Reichtum und die Blüte von Budapest im 19. Jahrhundert erklärt sich in erster Linie aus dem Bau einer festen Brücke über die Donau und wen wundert es da, dass Bauwerke wie die Freiheitsbrücke als die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten von Budapest gelten. Das prägnanteste Bauwerk der Stadt ist aber immer noch die Zitadelle, die auf dem felsigen Gellértberg thront. Zudem kann Budapest mit wunderschönen Architekturdenkmälern aufwarten wie die Matthiaskirche, der Staatsoper, die Große Markthalle und wie bereits erwähnt wunderschönen Brücken.

Das Reiseziel Budapest findet sich immer häufiger auf dem Wunschzettel vieler Reisenden. Seit der Integration Ungarns in die Europäische Gemeinschaft dürfte zudem die Attraktivität dank der leichteren Einreisemodalitäten gestiegen sein. Wer also einen schönen Streifzug durch die Geschichte und Kultur des Landes unternehmen möchte, sollte Ungarn (Budapest) in seine Reisepläne aufnehmen. Wer eine Reise nach Budapest machen möchte, kann sich hier über Ferienhäuser beim Balaton informieren.    [...mehr]



Autor: Nina

Blick auf den Dom zu Speyer © Disque

Der Kaiserdom zu Speyer ist nach der Zerstörung der Abtei Cluny in Frankreich die größte noch erhaltene romanische Kirche der Welt. Jährliche lassen sich tausende von Touristen beeindruckt in den Bann der gigantische Architektur ziehen. Zurecht hat die UNESCO den Dom 1981 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Speyer, am Oberrhein gelegen, war im Mittelalter eine der bedeutendsten und wichtigsten Städte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Daher wollten etliche Kaiser hier zur letzten Ruhe gebettet werden.

Auf dem Grundriss eines Kreuzes erhebt sich das teils über 70 m hohe und 134 m lange Meisterwerk romanischer Baukunst in den Himmel. Dieses Bauwerk war Inspiration und Vorbild der architektonischen Entwicklung Mitteleuropas.

Dom zu Speyer © Harald BehringerUm 1030 ordnete der salische Kaiser Konrad II. den Bau an. Es sollte die größte Kirche des Abendlandes werden. Um die riesige Menge an Baumaterialien, wie Stein und Holz, nach Speyer zu bringen, ließ Konrad extra einen Kanal vom Pfälzerwald zum Rhein bauen.

Weder Konrad noch sein Sohn Heinrich III. sollten die Vollendung des Doms erleben. Erst Heinrich IV. konnte ihn 1061 einweihen. Doch schon 20 Jahre später ließ er eine Hälfte des Bauwerks wieder einreißen um ihn noch größer wieder aufzubauen. Genau in seinem Todesjahr 1106 war der Dom dann fertig.

Im Pfälzer Erbfolgekrieg 1689 wollten die Bewohner der Stadt ihre Möbel im Dom vor den französischen Truppen schützen. So stpapelten sie den Hausrat mehrere Meter hoch und genau dies wurde dem Dom zum Verhängnis. Als die Truppen den Dom ansteckten, wurden so große Teile von ihm zerstört. Das, was das Feuer überlebte, wurde von den Franzosen geplündert.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden der Dom nach und nach wieder aufgebaut.

Seit Konrad II. wurden etliche deutsche Kaiser mit ihren Gemahlinnen, Könige und Bischöfe in der Krypta des Domes beerdigt. Zusätzlich fand man auch noch unzählige Knochen, die nicht zugeordnet werden konnten. Die Krypta hat alle Baumaßnahmen und den Brand überlebt und ist bis heute fast in ihrem Originalzustand erhalten.

Aber nicht nur die Architektur, sondern auch die Kunstschätze im inneren des Kaiserdomes faszinieren die Besucher.

Die spannende historische Bedeutung und die gigantische Bauweise des Domes haben noch jeden in ihren Bann gezogen. Vor Ort kann man die Geschichte fast spüren.

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Autor: Nina

Neben Big Foot und dem Yeti zählt das Monster von Loch Ness, liebevoll Nessie genannt ;-) , zu den wohl größten Mysterien der Menschheitsgeschichte. Unzählige Legenden und Sagen ranken sich um das Monster in den tiefen des schottischen Sees. Dem Tourismus um Loch Ness hat es sicherlich nicht geschadet…

Loch Ness © conner395

Der in den Highlands Schottlands gelegene Süßwassersee ist mit einer heutigen Fläche von 55 km² der zweitgrößte See des Landes.

Vor etwa 12.000 Jahren war Loch Ness wohl noch eine Meeresbucht. Doch als sich die Landmassen um das Gebiet der heutigen Stadt Inverness herum erhoben, wurde der See vom Meer abgetrennt.

Mit ungefähr 300 m ist er ungewöhnlich tief, was ihn zu Großbritanniens Süßwasser-Reservoir macht, aber auch die Sagen um Nessie natürlich erheblich anheizt und begünstigt. Zudem ist er auch der fischreichste See Großbtritanniens. Hier tummeln sich Lachse, Aale, Forellen und Hechte, die teils Rekordgrößen erreichen. Im Jahr 2000 wurde zum Beispiel ein 7,5 kg schwere Forelle gefangen. So kann man sich dann im Endeffekt denken, wie der Nessie-Mythos zustande gekommen ist.

Von vielen wird ja auch behauptet, dass das Monster von Loch Ness ein Überbleibsel aus den Zeiten der Dinosaurier ist. Nur dafür müsste es aus Fortpflanzungsgründen eine ganze Sippe Nessies geben. Zudem müssten sie um Luft zu holen, häufiger als nur alle Jubeljahre mal an die Obefläche kommen. So müsste es dann auch logischerweise viel mehr Sichtungen geben.

Loch Ness bei Nacht © netlancer2006

Jedenfalls, kann man noch so viele Gründe für oder gegen die Existenz des Monsters aufbringen. Der Region hat es aus finanzieller Sicht, definitiv geholfen. Der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle der Gegend und so kann man es auch nich verdenken, dass ab und zu ein Bewohner Nessie wieder einmal gesehen haben will oder eine neue Aufnahme auftaucht.

Das touristische Zentrum um Loch Ness und sein Ungeheuer ist das kleine Dörfchen Drumnadrochit, wo es verschiedene Nessie-Besucherzentren gibt. Natürlich werden auch diverse Touren um und über den See angeboten, bei denen Nessie nie unerwähnt bleibt. Spezielle Monster-Touren befriedigen wohl auch den letzten Nessie-Anhänger.

Egal, ob das Monster von Loch Ness nun existiert oder auch nicht, der See und seine Umgebung allein sind schon eine Reise wert.

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Autor: Nina

Nirgends ist es so schön wie zuhause… Dies dachte sich wohl auch die Besatzung des Panzerschiffes Graf Spee, als sie, nachdem sie ihr Schiff 1939 selbst versenken musste, sich in Argentinien notgedrungen eine zweite Heimat aufbaute.

Und tatsächlich findet sich in der Provinz Córdoba in Zentralargentinien ein kleines Städtchen namens Villa General Belgrano, in dem die Bewohner versuchen die deutsche Kultur aufrecht zu erhalten. Doch, wenn man im Ausland Deutschland hört, denken viele wohl nur an Bayern.

Und so kommt es, dass Villa General Belgrano eher aussieht wie ein nach Disneyland verpflanztes Bayern. Es wird fleißig geschuhplattelt, Bier getrunken und pseudo-bayrisches Essen verputzt. Die Hotels und Restaurants heißen hier “Edelweiß”, “Speemann-Kantine” oder “Frankfurt”.

In Villa General Belgrano leben vor allem Nachfahren deutscher, schweizer oder norditalienischer Einwanderer. Ein paar Überlebende der Graf Spee wohnen immer noch hier. Ab und zu hört man auch noch die deustche Sprache, was aber immer mehr verloren geht.

Ortschild von Villa General Belgrano © wiechaIm Zenrum des Städtchen finden sich Häuser, die sehr an ein alpines Dörfchen erinnern, nur eben etwas bunter und irgendwie künstlich wirkend. Sowieso betritt man hier eine fremde und merkwürdige Welt. Um einen herum das temperamentvolle Argentinien und hier hat man das Gefühl in einen saubergefegten Vergnügungspark zu kommen. (Auch klischee-deutsche Tugenden wie Sauberkeit und Ordnung scheinen hier hochgehaltenzu werden ;-) )

Viele Touristen werden logischerweise von dem Örtchen angezogen, besonders wenn das Schokoladenfest, das Fest der Wiener Torten (“Fiesta de la Masa Vienesa”) und natürlich, dreimal dürft ihr raten, das Oktoberfest (offiziell “Fiesta de la Cerveza”, aber meist nur “La Oktoberfest” genannt) gefeiert wird.

Für die Argentinier ist Villa General Belgrano Deustchland und die meisten sind dann auch sehr überrascht, wenn die deutschen Touristen keine Lederhosen tragen, nicht jodeln können oder, Gott bewahre, kein Bier mögen.

Es ist schon interessant wie Klischees aus dem eigenen Land sich im Laufe von 60 Jahren verselbstständigen können.

Villa General Belgrano heißt eintauchen in eine skurrile Parallelwelt, aus der man dann aber auch nach der ersten Faszination oder dem ersten Schock – je nachdem :D – schnell wieder verschwinden will.

Haus in Villa General Belgrano © wiecha

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