Beiträge vom: Mai, 2008


Autor: Nina

Einer der touristischen Anzeihungspunkte in der Region zwischen Rhein, Neckar und Odenwald, ist sicherlich das Kloster Lorsch. Dieses war im Mittelalter unter Karl dem Großen eines der kulturellen und politischen Zentren.

Das erste Mal wurde das Kloster im Jahr 764 erwähnt, daher wird angenommen, dass dies auch das Gründungsjahr war. Aber nach aktuellen Annahmen könnte hier vorher schon einmale eine Kirche gestanden haben.

Torhalle von Kloster Lorsch

Sowieso ist diese Region archäologisch noch sehr wenig erschlossen. Sicher ist nur, die heutigen noch sichtbaren Überreste des Klosters waren lange Zeit der Mittelpunkt des mittelalterlichen Lebens in dieser Gegend.

Im Jahr 771 wurde das bisherige Eigenkloster zum Reichskloster Karl des Großen. Es stand also unter seinem Schutz, erhielt Immunität, konnte also seine Äbte frei wählen und musste dem König den Königsdienst erweisen (die Mönche mussten für den König und seine Familie beten).

Torbogen der TorhalleEines der wichtigsten Verdienste des Klosters zu dieser Zeit war das Anlegen eines Scriptoriums. In dem berühmten Lorscher Codex wurden nicht nur die geschichtliche Ereignisse der Region festgehalten und somit überliefert, sondern es wurde von den Mönchen der Erhalt des Wissens der griechischen und römischen Antike für die abendländische Kultur gepflegt. Lorsch war insofern dafür ein geeigneter Platz, da die ehemaligen römischen Städte und Siedlungen (Speyer, Worms, Trier, usw.) in der Nähe liegen.

Durch die wachsende Klosterbibliothek, die dafür errichtete Schule und der Nähe zum königlichen Hof, spielte das Kloster Lorsch eine zentrale Rolle in der karolingischen Bildungsreform.

Heute ist die Torhalle des Klosters das einzig vollständig erhaltene Bauwerk aus der Zeit der Karolinger und ist somit eines der bedeutendsten Baudenkmäler vorromanischer Architektur. 1991 hat die UNESCO Kloster Lorsch auf ihre Liste des Weltkulturerbes gesetzt. Die Bibliothek ist mittlerweile zum Teil verstreut, aber hat immer noch einen hohen Stellenwert in der mittelalterlichen Forschung.

Für Besucher gibt es einige Angebote auf den Spuren des Mittelalters wandeln zu können. Man kann mittelalterliche Koch- oder Schreibkurse besuchen und für die Kinder gibt es neben einigen anderen Entdeckungsreisen zum Beispiel eine Lesenacht, in der sie ein mittelalterliches Rätsel im Kloster lösen müssen. Im Kloster Lorsch spürt man die lebendige Geschichte auf Schritt und Tritt.

[...mehr]



Autor: Nina

Südöstlich von Australien liegt eines der letzten Naturparadiese der Erde, Tasmanien. Dadurch, dass diese Insel so lange vom Festland isoliert war, hat sich hier die Flora und Fauna besonders ausbreiten und entwickeln können.

einzigartige Pflanzenwelt Tasmaniens © PaleontourKlare blaue Seen, Berge, die sich durch urwüchsigen Dschungel ziehen, Farnwälder und lange Sandstrände, die sich an einem Meer entlang ziehen, das so blau ist, dass man es kaum glauben kann, prägen das Bild Tasmaniens. Hier hat die Umweltbelastung noch nicht so zuschlagen können, wohl auch weil 45% der Insel von den 19 Nationalparks bedeckt sind und rund ein Viertel zum UNESCO Weltnaturerbe gehört. Die Luft ist hier so klar, dass man nachts selbst in der Hauptstadt Hobart die Milchstraße sehen kann.

Für dieses Naturwunder sollte man sich mindestens zwei Wochen Zeit nehmen alles genau zu erkunden. Besonders die zwei schönsten und bekanntesten Nationalparks Cradle Mountain-Lake St. Clair und Franklin-Gordon Wild Rivers sind eine lange Wanderung wirklich wert. Zahlreiche Veranstalter bieten geführte Wander- oder Trekking-Touren an, ob mehrtägig oder nur einen Tagesausflug.

Nationalpark © PaleontourUnd mit viel Glück kann man dort dann ein paar Tierarten beobachten, die es nur auf in Tasmanien gibt: kleinere Wallabyarten, den Ameisenigel und natürlich Tasmaniens berühmtesten Einwohner, den tasmanischen Teufel. ;-)

Auf der Insel gibt es auch einige historische kleine Städtchen, die es sich zu entdecken lohnt. Diese finden sich vor allem entlang des Midland Highway. Auch ein Besuch im Weinbaugebiet Pipers Brook oder in den Hafenstädten Strahan und Stanley sind eine Reise wert.

Auf Tasmanien gibt es also viel zu entdecken. Gleichzeitig kann man hier aber auch herrlich die Seele baumeln lassen. So findet hier jeder was das Herz begehrt.

Sonnenuntergang in Tasmanien © timparkinson

[...mehr]



Autor: Nina

Alcatraz von oben © ktchn

Hier saßen so berühmte Verbrecher wie Al Capone oder Machine Gun Kelly, die kein anderes Gefängnis haben wollte.

Zellen Alcatraz © S Baker Das Bundesgefängnis wurde auch “the Rock” genannt, da eine Flucht aufgrung der starken Strömung und des eiskalten Wassers als unmöglich galt. Und tatsächlich ist es in 29 Jahren keinem der 14 Häftlinge, die es versuchten, gelungen. Sie ertranken entweder in den kalten Fluten oder wurden vorher erschossen. Nur drei Häftlinge, die mit Hilfe eines aus Regenmänteln zusammengeflickten Schlauchbootes fliehen wollten, hat man nie gefunden. Das FBI hat angeblich Hinweise, dass sie ertrunken sind, aber einige Gerüchte sagen etwas anderes.

Jeder kennt die Geschichten von Haien, die die Insel umkreisen. Doch dies sind nur Gerüchte, die bewusst zur Abschreckung gestreut wurden. Die einzigen Haie, die es hier gibt, sind Katzenhaie.

In der Zeit der Nutzung waren hier die berüchtigsten Kriminellen der USA inhaftiert, insgesamt 1.576, nie aber mehr als 302 gleichzeitig.

Zellengang Alcatraz © b r e n tIn winzigen Zellen (1,52 m mal 2,74 m) mit Waschbecken, Toilette und Bett hielten sich die Häftlinge meist 18 bis 23 Stunden am Tag auf.
In der Zeit der Haft, meist um die 10 Jahre, war den Gefangenen jeglicher Kontakt zur Außenwelt verboten, d.h. keine Zeitung, kein Radio, kein Fernsehen. Nur einmal pro Monat war ein kurzer Besuch erlaubt.

Als Strafe war die Isolationshaft beliebt. Man wurde mehrere Tage hintereinander bei permanenter Dunkelheit oder permanenter Beleuchtung allein eingeschlossen.

Aufgrund dieser und einiger anderer umstrittener Methoden musste das Gefängnis dann 1963 geschlossen werden.

Noch heute lieben die Touristen die Besichtung der alten düsteren Mauern. Vor allem Besichtigungen bei Nacht sind beliebt.

[...mehr]



Autor: Nina

Ein kleiner beständiger Strom von Touristen ergießt sich Jahr für Jahr in das kleine Örtchen San Pedro de Atacama. Sie sind gekommen um sich eine der wohl am unwirklichsten wirkenden Landschaften der Erde anzusehen, die Atacama Wüste.

Salzsee in Atacama Wüste © P R

Sie erstreckt sich im Norden Chiles vom Pazifik im Westen bis hin zu Bolivien im Osten und Peru im Norden. Im Regenschatten der Anden gelegen, ist sie der trockenste Fleck auf Erden. Die Ostwinde bringen keinerlei Niederschläge mit sich und nahe der Küste verhindert das kalte Wasser des Humboldtstroms die Entstehung von Regenwolken. Es gibt sogar Teile der Atacama Wüste, die wohl nie in ihrer Geschichte auch nur einen Tropfen Regen gesehen haben.

Atacama Wüste © P RNur aufgrund des El Nino kommt es alle 6 bis 10 Jahre einmal zu heftigen Regenfällen, in denen dann Teile der Wüste schlagartig aufblühen. Diese Pracht verschwindet dann aber auch so schnell wieder, wie sie gekommen ist. In der ganzen Atacama Wüste kann man beispielsweise nur rund 1/50 des Niederschlages im Death Valley in den USA verzeichnen.

Und obwohl sie so trocken ist, ist sie für eine Wüste vergleichsmäßig kühl. Dafür sorgt ebenfalls der kalte Humboldtstrom, der sogar manchmal Nebel in den Küstengebieten zu Tage bringt. Innerhalb von 24 Stunden schwanken die Temperaturen zwischen 30 und -15°C.

Doch genau diese Trockenheit hat eine atemberaubende Landschaft erzeugt. Rund 13 km vom Ort San Pedro de Atacama, das als Oasenstädtchen eines der wenigen besiedelten Landstriche in der Wüste darstellt, liegt das Valle de la Luna, das Mondtal. Die großen Salzberge sehen aus als stammten sie drekt aus einem Science-Fiction-Film. Und nicht umsonst zieht das Tal jedes Jahr unzählige UFO-Jünger an. :D

Laufen zwischen Geysiren © Phillie CasablancaUnd tatsächlich hat die Atacama-Wüste eine “Verbindung” zum Weltall. Aufgrund der Weiten gibt es hier einige große Sternwarten und die USA nutzt die Atacama-Wüste um einen Teil ihrer Marssonden zu testen.

Weitere Highlights der Gegend um San Pedro de Atacama sind einige Geysire und der große Salzsee “Salar de Atacama”, dessen Grund komplett aus Salz besteht.

Und all dies ist eingebettet in eine faszinierende Landschaft: die schneebedeckten Gipfel der Anden im Hintergrund, umgeben von unzähligen Vulkanen. Besonders die Sonnenauf- und -untergänge nehmen einen mit in eine unwirkliche Welt.

Reiseangebote findet ihr zum Beispiel bei forumandersreisen.de

Sonnenuntergang Atacama © P R

     [...mehr]



Autor: Nina

Zwischen den zwei kleinen australischen Orten Warrnambool und Cape Otway schlängelt sich die wohl schönste Küstenstraße der Welt rund 250 km den indischen Ozean entlang. Die von Wind und Wellen geformte Küsten kann man hier von unzähligen Aussichtspunkten aus genießen und verlassene Strände und Sandsteinklippen werden von einer tosenden Brandung umspült.

Twelve Apostles © Toots Fontaine

Um die an der Küste weit verteilten kleinen Ortschaften miteinander zu verbinden, baute man zwischen 1918 und 1932 die Great Ocean Road.

Ihren eigentlichen touristischen Anfang nimmt die Straße am “arc of triumph monument” in Torquay, einem weltberühmten Surfer-Ort. Hier kann man den Profis zuschauen wie sie die hochen Wellen zu bändigen versuchen.

An der Küste entlang fährt man weiter nach Lorne, einem beliebten Wochenendziel für Melbourner. Ab Lorne zieht sich dann die Straße in langen Kurven und Sperpentinen mal auf Strandniveau, mal auf das nächste Kliff hinauf. Hier ist Fahrspaß garantiert.

An der Great Ocean Road selbst gibt es nur wenig Bademöglichkeiten. Wer aber einmal in seinem Leben im indischen Ozean schwimmen will, sollte dies bei Apollo Bay tun.

Weiter führt uns die Straße, nach einer Reise durch das Hinterland, durch den Otway Nationalpark. Hier ist die Fahrt wahrscheinlich am spektakulärsten. In tiefen Steilhängen stürzt sich das Land ins Meer. Hier kann man dann auch die bekannten “Twelve Apostles” sehen, das Wahrzeichen der Great Ocean Road. Die teils 65 m hohen “Felsskulpturen” trotzen der Brandung der Steilküste. Zwei von ihnen waren dabei nicht ganz so erfolgreich und sind bereits eingestürzt.

London Bridge © CmdrGravyEtwas weiter in Richtung Port Campell kann man den Rest der sogenannten “London Bridge” sehen. Diese natürliche Sandsteinbrücke war bis vor kurzem noch mit dem Festland verbunden, doch vor ein paar Jahren brach der Übergang spektkulär zusammen.

Einer der letzten Abschnitte von Port Fairy bis Cape Otway wird auch “Shipwreck Coast” genannt, da auf der 90 Meilen langen Strecke entlang der Küste rund 1.200 Schiffe gesunken sind. So gehört er zu den bekanntesten Schiffsfriedhöfen der Welt. Hier brausen die Wellen teils bis zu 15 m hoch und der Wind ist auch nicht zu unterschätzen.

Entlang der Great Ocean Road gibt es unzählige Aussichtsplattformen und von einige von ihne aus, kann man mit viel Glück auch Wale sehen (Fernglas nicht vergessen).

Der einzige Nachteil dieser wunderschönen Strecke ist, dass sie inzwischen so beliebt ist, dass sich ständig unzählige Touristen, vor allem in den kleinen Orten und den Aussichtsplattformen tummeln, und man so selten allein ist.

Trotzdem sollte man sich eine Fahrt an der Great Oceans Road entlang nach Möglichkeit nicht entgehen lassen.




[...mehr]



Autor: Nina

Porta Nigra © zugaldia

Die Porta Nigra, zu deutsch “schwarzes Tor”, ist das unumstrittene Wahrzeichen der Stadt Trier. Und auch deutschlandweit hat sie stets einen bsonderen Symbolcharakter eingenommen. Man findet sie auf Briefmarken und in dem Computerspiel “Deus Ex: Invisible War” ist die Porta, wie sie von den Trierern häufig nur noch genannt wird, ein Schauplatz der Handlung.

Die Porta Nigra ist ein ehemaliges römisches Stadttor, dessen Name aus dem Mittelalter stammt. Zeitweise wurde es auch Porta Martis (”das Tor des Mars”) genannt. Warum gerade diese Namen ist immer noch unklar. Porta Nigra wohl wegen der Verfärbungen des Sandsteins, aus dem das Tor besteht.

Ausblick Porta Nigra © ILoveMyPiccoloDie Porta wurde wohl um 180 n. Chr. erbaut und diente als Stadttor der Stadt Augusta Treverorum, dem heutigen Trier. Sie ist fast 30 m hoch und wurde wohl aus Geldmangel nie ganz vollendet.

Ein Doppeltor wird von zwei Türmen flankiert, dem dreigeschossigen Ostturm und dem viergeschossigen Westturm. Über den Toren befinden sich Fensterreihen, die wohl als Wehrgänge dienten. Diese werden in den beiden Türmen jeweils zu größeren Räumen.

Die riesigen Sandsteinquader wurden ohne jeglichen Mörtel zusammengesetzt. Nur jeweils eine große Eisenklammer hält die Steine zusammen. An ein paar Stellen kann man diese heute noch sehen. Die Restlichen wurden im Mittelalter aus den Wänden gemeißelt um sie einzuschmelzen. Dort wo diese einmal waren, finden sich heute noch übriggebliebene Rostflecken.

Innenraum Porta Nigra © ILoveMyPiccoloAuf vielen Quadern finden sich seltsame Zeichen, von denen manche umgedreht sind. Hierbei könnte es sich um Zeichen der jeweiligen Steinmetze handeln.

So wie es vielen Bauwerken ging, wurde auch die Porta Nigra von unzähligen Umbaumaßnahmen nicht verschont. Einer Legende nach soll sich der griechischen Mönch Simeon als Einsiedler einst in das Gebäude einmauern lassen. Er wurde heilig gesprochen und zu seinen Ehren wurd um die Porta herum eine Kirche erbaut, von der aber heute so gut wie nichts mehr erhalten ist, das Napoleon sie einreißen ließ.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Porta Nigra komplett entkernt und es wurde Triers erstes antikes Museum daraus.

Heute gibt es Führungen durch das Gebäude und auch einige interessante Sonderveranstaltungen (mehr dazu auf trier.de). Eine Erkundungstour durch die Porta Nigra lohnt sich in jedem Fall.

Blick auf Trier von Porta Nigra © ILoveMyPiccolo

[...mehr]



Autor: Nina

Alcatraz ist ein Ort voller Legenden, der die Fantasie der Besucher weltweit anregt. Ob sich nun David Copperfield spektakulär aus den ehemaligen Gefängnismauern wegzaubert, Menschen Geister der früheren Insassen zu glauben sehen oder man einfach nur fasziniert von der Geschichte ist, diese Insel ist berühmt, berüchtigt.

Blick auf Alcatraz © Ingorrr

Man könnte fast glauben, dass ein Fluch auf dieser Insel liegt, denn im Laufe ihrer Geschichte, scheiterten alle Projekte auf Alcatraz in ziemlich kurzer Zeit und wahren fast immer negativ behaftet. Nur der Tourismus hält sich, aber wohl einzig aufgrund der bewegenden Ereignisse.

1775 von einem spanischen Forscher entdeckt, war die 500 m lange und 41 m hohe Sandsteininsel in der Bucht von San Francisco lange Zeit nur ein Nistplatz für diverse Vogelarten.

Nachdem 1846 der militärische Gouverneur Kaliforniens die Insel Mexiko abkaufen wollte, aber kläglich gescheitert war, fiel sie der US-amerikanischen Regierung zu. Infolge des Goldrausches 1848 kamen immer mehr Schiffe in die Bucht und viele von ihnen sanken. Daher wurde 1852 der erste Leuchtturm auf der Insel errichtet. Ein Jahr später begann man mit dem Bau eines Forts auf Alcatraz und die militärische Nutzung begann.

Ab 1861 wurden hier das erste Mal dann auch Kriegsgefangene inhaftiert. Doch nach und nach zog sich das Militär von der Insel zurück und 1903 war das Gefängnis dann so verfalleen, dass es geschlossen werden musste. Der Neubau verzögerte sich aufgrund von Erdbeben für eine längere Zeit.

1933 begann schließlich der Umbau zu einer Strafvollzugsanstalt. (siehe nächste Woche : Teil 2 - Das Gefängnis)

Alcatraz bei Nacht © aforero

Aufgrund baulicher Mängel und der rüden Umgangmethoden im berüchtigten Gefängnis wurde dieses dann 1963 wieder geschlossen.

Nach Schließung der Anstalt besetzten rund 40 Indianer verschiedener Stämme das Land für sich. In den folgenden Jahren solidarisierten sich viele Friedensaktivisten, Künstler und Studenten mit den Indianern und kämpften für deren Rechte auf Land. Doch 1971 leiß die amerikanische Regierung die Insel räumen und riegelte sie ab.

Nach und nach wurde hier dann der Tourismus aufgebaut. Über eine Million Besucher kommen jährlich hierher. Vom Pier 33 aus kann man die spezille Überfahrt nach Alcatraz buchen. Da es aber nur einen Anbieter dafür gibt, empfiehlt es sich unbedingt im Voraus einen Platz zu reservieren.



[...mehr]



Autor: Nina

Die Tempelanlagen von Angkor Wat sind das nationale Symbol Kambodschas. Sie finden sich auf Geldscheinen und sogar auf der Nationalflagge wieder. Doch nicht nur die Kambodschaner sind von diesem beeindruckenden Bauwerk begeistert, sondern auch tausende Besucher aus der ganzen Welt überzeugen sich Jahr für Jahr von dessen Schönheit.

Die Tempelanlage liegt in der Region Angkor, rund 240 km nordwestlich der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh.

Der aus Sandstein errichtete Komplex erstreckt sich in Ost-West-Richtung über 1,5 km und 1,3 km von Norden nach Süden. Die Tempel werden von einem 190 m breiten Wassergraben umfasst, der den “Ur-Ozean” darstellen soll. Man nimmt daher an, dass Angkor Wat die Darstellung eines symbolische Universums sein soll.

Angkor Wat von außen © permanently scatterbrainedAm auffälligsten ist wohl ein Tempel in der Mitte, der fünf nach Lotusblüten geformte Türme hat (der höchste ist 65 m hoch). Außergewöhnlich ist auch die Ausrichtung des Tempels. Normalerweise ist der Hauptausgang nach Osten ausgerichtet, aber der von Angkor Wat zeigt nach Westen, die Richtung des Todesgottes Yamas. Deshalb streiten sich die Forscher noch heute über die eigentliche Bedeutung Angkor Wats.

Im 10. Jahrhundert n. Chr. kam die Khmer-Dynastie durch geschickte Führung der Landwirtschaft zu großem Reichtum. Sie bauten große Tempelanlagen und Städte und wurden so zum damalige Machtzentrum Südostasiens.

Die Macht Angkors wurde in den Herrschaftsjahren König Suryavarman II. von 1113 bis etwa 1150 erheblich gestärkt. Dieser ließ alte Tempelanlagen der Khmer restaurieren, neue Gebäudeteile hinzufügen und schuf so Angkor Wat.

Angkor Wat © permanently scatterbrainedEntgegen der vorherrschenden Religion der Führungsschicht des Landes, dem Shivaismus, war Suryavarman II. ein Anhänger des Vishnuismus und so war dann auch der Haupttempel Angkor Wats dem Gott Vishnu gewidmet. Jahre lang hieß er deshalb Vishnuloka. Die Bezeichnung Angkor Wat setzte sich erst später durch, wahrscheinlich als der Tempelkomplex im 13. Jahrhundert in ein buddhistisches Heiligtum ungewandelt wurde.

Und noch heute besuchen täglich einige buddhistische Mönche die Anlage.

Das größte Problem Angkor Wats ist der starke Verfall, dem er ausgesetzt ist. Der Sandstein wird unter den dortigen klimatischen Bedingungen immer maroder. Zudem war es durch die politische Lage Kambodschas erst in den letzten Jahren möglich Restaurationsarbeiten zu beginnen. Heute sind permanent einige Organisationen vor Ort, die an dem Erhalt Angkor Wats arbeiten.

Hoffentlich kann dieses überragende Bauwerk noch lange besichtigt werden.

[...mehr]



Autor: Nina

500 km vor der Pazifikküste Costa Ricas liegt ein kleines Fleckchen fast unberührter Natur. Die gerade mal 24 km² große Kokos-Insel ist unbewohnt und hat in ihrer ganzen Geschichte auch nur kurz Menschen beherbergt.

Sie ist die einzige Insel im Ostpazifik mit einem tropischen Regenwald. Der Dschungel überwuchert fast die ganze Insel und bietet so einer Vielzahl von Tieren und Pflanzen ein Zuhause.

Seit 1869 gehört sie offiziell zu Costa Rica. Nach mehreren erfolglosen Versuchen sie zu besiedeln, gab es Pläne aus ihr eine Gefängnisinsel zu machen. Doch die Expedition, die die Gegebenheiten daraufhin prüfen sollte, sprach sich gegen ein Gefängnis und für ein Naturschutzgebiet aus. Doch erst im Jahr 1978 wurde aus der Kokos-Insel ein Nationalpark. 1997 hat die UNESCO sie sogar zum Weltnaturerbe erklärt.

Kokos-Insel © abenteuer-costa-rica.deVon den 87 Vogelarten auf der Insel kommen nur drei davon weltweit hier vor und etliche andere Vögel wie der Tölpel haben hier Brutkolonien. Aber nicht nur die Tier- und Pflanzenwelt an Land, sondern vor allem die Unterwasserwelt um die Insel ist einmalig. Daher erstreckt sich der Nationalpark auch in einem Radius von 22 km um die Kokos-Insel herum. Über 300 Fisch- und 500 Moluskenarten zeugen von einer riesigem Artenvielfalt. Große Schwärme von Hammerhaien ziehen um die Insel begleitet von Mantarochen und Walhaien. Um diese fantastische Welt entdecken zu können werden zum Beispiel geführte Tauchgänge angeboten.

Die Besiedlungsgeschichte der Kokos-Insel birgt viele Abenteuer. Jahrelang diente sie vor allem als Beuteversteck für Piraten wie Henry Morgan oder Kapitän Thompson. Daher Hat die Insel einige Schatzsucher angelockt.

Kokos-Insel von oben © schaeppDer berühmteste und wohl tragischste unter ihnen ist der Deutsche August Gissler. Von 1889 bis 1908 lebte er hier mit kurzen Unterbrechungen und war davon überzeugt eines schönen Tages einen großen Piratenschatz zu finden. Unter der Insel hat er riesige Tunnelsysteme gegraben, die auch die Erdbeben bis heute überlebt haben. Von Costa Rica wurde er sogar zum ersten und einzigen Gouverneur der Kokos-Insel erklärt. Und ironischer- oder besser tragischerweise fand er in den fast zwanzig Jahren nur 6 Goldmünzen. Das Leben und seine Träume können schon ganz schön gemein sein!

Aber auch Schriftsteller wurden von dem kleinen Eiland inspiriert. Die Kokos-Insel gilt als mögliche Vorlage für “Die Schatzinsel” von Robert Louis Stevenson.

Hoffentlich bleibt die Insel unbewohnt. Es ist gut zu wissen, dass es noch solche, wenn auch winzig kleinen, Fleckchen auf der Erde gibt.

[...mehr]



Autor: Nina

Fast schon legendär ist die Meerenge zwischen Europa und Afrika, die das Mittelmeer mit dem Atlantischen Ozean verbindet. Die Straße von Gibraltar ist eine der meistbefahrendsten Wasserstraßen der Welt und jährlich sind tausende von Menschen von dem Blick von Kontinent zu Kontinent fasziniert.

Gibraltar © EdTarwinski

An den dünnsten Stellen mit einer Breite von 14 km (breiteste Stelle: 44 km) kann dies bei schönem Wetter mit viel Glück sogar gelingen. Sie ist ungefähr 60 km lang und erreicht eine Tiefe von bis zu 900 m unter dem Meeresspiegel.

Die Straße von Gibraltar grenzt im Norden an Spanien mit der südlichsten Stadt Europas, Tarifa. Im Süden liegt Marokko und die spanische Exklave Ceuta.

Dass heute täglich ungefähr 300 Schiffe die Straße von Gibraltar befahren, ist nur durch technische Innovationen möglich. Lange war sie ein für Schiffe fast unüberwindbares Hindernis. Da das Niveau des Mittelmeeres 1,4 m niedriger ist als das des Atlantiks, setzt der Strom an der Wasseroberfläche ständig leicht nach Osten. Dazu kommen starkr und unberechenbare Winde. Erst als man in der Antike herausfand, dass es in der Tiefe eine Gegenströmung gibt, wurde die Passage für Schiffe mit Treibanker, die diesen als Antrieb benutzen einigermaßen passierbar.

Blick über Gibraltar © karynsigÜber die Straße von Gibraltar versuchen jährlich unzählige Afrikaner, besonders aus dem Maghreb, illegal über Spanien nach Europa einzuwandern. Doch die heftigen Winde, der hohe Wellengang und die starke Strömung machen den kurzen Weg für die meist überfüllten oder schäbigen Boote zu einer halsbrecherischen Tour. Jedes Jahr werden hunderte von Ertrunkenen an die Strände Spaniens gespült. Und niemand weiß, wieviele einfach auf das offene Meer herausgetrieben werden. Laut Schätzungen sollen diese Überfahrten jährlich ungefähr 2000 Menschen das Leben kosten.

Seit Jahren gibt es etliche Pläne zum Bau einer Brücke, die Europa und Afrika verbinden soll. Auch ein Tunnel unter der Straße von Gibraltar durch ist geplant. Doch beide Projekte werden aufgrund der besonderen Anforderungen ständig verschoben und überarbeitet.

Bei Touristen ist das Whale Watching vor Tarifa sehr beliebt.Wale und Delphine tummeln sich hier. Um die Tiere zu schützen hat die spanische Regierung ein Tempolimit von 13 Knoten (24 km/h) festgelegt.

Mal sehen wie lange es dauern wird, bis Europa und Afrika hier verbunden werden.

[...mehr]


Seite 1 von 212»