Beiträge vom: April, 2008


Autor: Nina

Prerow im Sommer © Marcus Janze

Ein kleines Wald- und Strandidyll findet man auch in Deutschland, nämlich zwischen den Städten Rostock und Stralsund an der Ostsee. Prerow auf dem Darß ist ein Teil der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Hier kann man in ruhiger Atmosphäre seine Seele baumeln lassen oder ausgiebige Erkundungstouren durch die Natur unternehmen.

Erstmals wurde das ehemalige Seefahrer- und Fischerdorf Prerow im 12. Jahrhundert erwähnt. Ab dem 17. Jahrhundert betrieb man hier Schifffahrt, da Prerow direkt an der Ostsee liegt.

Als im 19. Jahrhundert dann das Ende der Schifffahrt kam, verlor das Dorf zunächst seine Lebensgrundlage. Doch findige Bewohnern ist es zu verdanken, dass sich Prerow schnell zu einem Kur- und Badeort entwickelte.

Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden hier Künstlerkolonien, da viele Maler Prerow als Inspirationsquelle für sich entdeckten. Zu DDR-Zeiten war das Dorf einer der beliebtesten Urlaubsorte und berühmt für seine FKK-Strände.

Der beliebteste Badestrand ist heute der Nordstrand. Dieser 5 km lange und an manchen Stellen 80 m breite Strand sorgt mit seinem feinen weißen Sand sofort für Urlaubsfeeling. Das Ufer fällt ganz allmählich in die Ostsee ab, so dass er besonders für Familine mit Kindern gut geeignet ist. An manchen Stellen pflegt man hier auch noch die bereits 50 Jahre alte FKK-Tradition.

Prerow im WinterDer Weststrand ist im Vergleich zu seinem Nachbar im Norden wilder und rauer. Der Wald reicht fast direkt bis ans Meer. Hier kann man wunderbare Spaziergänge genießen oder mal ganz für sich sein. Übrigens die Wasserqualität der Ostsee bei Prerow ist sehr gut.

Der Darßwald, der einen Teil des hiesigen Nationalparks “Vorpommersche Boddenlandschaft bildet, hat die kleine Halbinsel Darß wohl erst bekannt gemacht. Zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten finden hier ein Zuhause. Im Herbst und Frühjahr bietet sich Besuchern ein besonderes Schauspiel, wenn ein Schwarm von bis zu 40.000 Kranichen hier Rast macht auf ihrem Weg von Skandinavien nach Süden oder zurück.

Besonders sehenswert ist auch der alte Leuchtturm an der Nordspitze des Darß mit dem dazugehörigen Meeresmuseum. In Prerow selbst sollte man sich unbedingt die alte Seemannskirche aus dem 18. Jahrhundert ansehen.

Prerow ist vor allem für Menschen, die Ruhe und Erholung suchen, der perfekte Urlaubsort für einen Kurzurlaub an der Ostsee. Der feine Sandstrand, die frische Meeresluft und der nahe Wald helfen die Alltagssorgen zu vergessen. Aber auch für einen Badeurlaub mit der ganzen Familie ist Prerow ideal.

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Autor: Nina

Lavendelfeld © nicephore

Nicht umsonst wurden von der Provence berühmte Maler wie Chagalle, Cézanne, Van Gogh und Picasso immer wieder aufs Neue beeinflusst. Gilt dieser Landstrich Frankreichs doch zu den farbenfrohensten Orten Europas. Auch das Sonnenlicht bricht sich in den violetten Lavendelfeldern oder in einem Meer aus bunten Blumen.

Im Südosten Frankreichs gelegen, zwischen Rhônetal und Italien, kann man hier das milde Mittelmeerklima genießen.

Aufgrund der warmen, aber relativ trockenen Luft ist auch die Landwirtschaft mediterran geprägt. Riesige Weinbaugebiete erstrecken sich neben Lavendelfeldern so weit das Auge reicht. Man kann durch Olivenhaine wandeln oder sich im Schatten der unzähligen Kirsch-, Aprikosen- oder Mandelbäume ausruhen.

Gasse in Vaison-la-Romaine © jurvetsonAuch die provenzalischen Küche ist weltberühmt. Die berühmte Bouillabaisse kommt von hier. Nicht zuletzt zeugen die international eingesetzten Kräuter der Provence von einer exzellenten Küche, die auch im Ausland geschätzt wird.

Die wohl unumstrittene Welthauptstadt des Parfums ist das bei Nizza gelegene Städtchen Grasse an der Côte d’Azur.

Und auch sonst bieten die meisten alten Städte der Provence dem Besucher ein beschaulisches Bild. In einem Labyrinth aus kleinen und engen Gassen kommt man von einem historischen Gebäude zum nächsten. Die wohl bekanntesten von ihnen sind Marseille, Aix-en-Provence, Arles, Nizza, Saint-Tropez oder Avignon.

Die Provence bietet für jeden Geschmack etwas, ob sanfte Berge oder das Meer. Hier findet bestimmt jeder seine Art um Auszuspannen.

Hier gehen die Uhren eben noch etwas anders!




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Autor: Nina

Totes Meer © nickolette22

Direkt zwischen Israel, dem unter israelischer Verwaltung stehenden Westjordanland und Jordanien liegt das durch seinen hohen Salzgehalt bekannte Tote Meer. Jährlich kommen tausende von Touristen hierher um sich einem besonderen Badevergnügen zu widmen.

Das Tote Meer ist eigentlich gar kein Meer, sondern ein See, der vom Fluss Jordan gespeist wird. Mit einer Fläche von rund 600 km² gehört es zu den größten Salzseen der Welt. Die Seespiegelhöhe wird bei ungefähr 400 m unter dem Meeresspiegel angesetzt, wobei der Wasserstand jährlich sinkt. Damit ist das Ufer des Toten Meeres der tiefste zugängliche Punkt der Erde und der See selbst der am tiefsten liegende weltweit.

Der Salzgehalt des Toten Meeres liegt durchschnittlich bei 28% und unterscheidet sich somit massiv von dem des normalen Meerwassers. Dadurch dass der See keinen Abfluss hat und durch das trockene Wüstenklima das Wasser verdunstet, bleiben Mineralien, Salze und andere Stoffe zurück, die sich dann im Toten Meer anlagern. Durch den Zufluss vom Jordan wird die Verdunstung aber idealerweise wieder ausgeglichen.

Küste des Toten Meeres © heatkernelDoch weil die Bewohner Israels und Jordaniens ständig Wasser aus dem Jordan für ihre Trinkwasserversorgung entnehmen, wird das Tote Meer schleichend von Austrocknung bedroht. Der Wasserspiegel sinkt inzwischen sogar einen ganzen Meter pro Jahr. Bei dieser Entwicklung wird es das Tote Meer in ein paar Jahren womöglich gar nicht mehr geben.

Um hiergegen anzugehen ist der Bau eine 300 km langen Kanals vom Roten Meer zum Toten Meer geplant. Doch Wissenschaftler warnen davor, da die Vermischung der unterschiedlichen Wassergehalte zu einer Art von großflächigen Gipsbildung im Toten Meer führen könnte.

Liegen auf dem Toten Meer © Adam BakerWer den großen Salzsee noch erleben will, sollte sich unter Umständen also beeilen. Das mineralhaltige Wasser des Toten Meeres und seine Schlammablagerungen haben für die Haut heilende Wirkung. Bei Neurodermitis werden beispielsweise Kuren hierher verschrieben. Zu der positive Wirkung auf die Haut ist das Baden in diesem See ein besonderes Erlebnis. Aufgrund des hohen Salzgehaltes kann man nämlich nicht untergehen.

Das Tote Meer ist ein besonderes Naturphänomen, das unbedingt erhalten bleiben sollte.

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Autor: Nina

Kolosseum bei Nacht © lightmatter

Denkt man an Rom fallen einem sicherlich nicht nur der Vatikan und die unzähligen Brunnen ein, sondern wohl auch oder vor allem das Kolosseum ein. Es zählt zu den herausragensten architektonischen und logistischen Meisterwerken der Welt. 2007 wurde es von Millionen Menschen weltweit zu einem der “neuen sieben Weltwunder” gewählt.

Im Jahr 72 n. Chr. von Kaiser Vespasian in Auftrag gegeben und von seinem Sohn Titus 80 n. Chr. vollendet, wurde das Kolosseum mit einem hundertägigen Fest eröffnet.

Es ist wurde ellipsenförmig gebaut und hat einen Umfang von 527 m und ist 48 m hoch. Vier Ebenen boten rund 50.000 Zuschauern nach Ständen geordnet Platz. Das erste Geschoss wurde im toskanischen, das zweite im ionischen, das dritte im korintischen und das vierte in einem einfachen, massiven Stil gestaltet. Zusätzlich gab es noch eine extra Loge für den Kaiser und sein Gefolge.

Über 80 Eingänge, Aufzüge und ein ausgeklügeltes Treppen- und Gangsystem sorgten dafür, dass die gesammte Arena innerhalb von 15 Minuten mit Zuschauern gefüllt werden konnte. Die gesamte Arena war unterkellert, von wo aus durch Winden und Flachenzüge blitzschnell die Kulissen wechslen konnten. Zeitweise soll man es sogargeflutet habe um Seeschlachten nachzustellen.

Sicht auf Ränge und Arena © tisebÜber den Rängen konnte ein riesengroßes Sonnensegel gespannt werden, das die Zuschauer vor Regen oder Hitze schützte. “Imbissbuden” sorgten für das leibliche Wohl des Publikums, so dass das Kolosseum einem heutigen Stadion oder einer Konzerthalle wohl in nichts nachgestanden hat.

Nur schätzten die Römer weit blutigere Unterhaltung. Am beliebtesten waren Gladiatoren- oder Tierkämpfe, wobei je exotischer das Tier desto besser. Es waren immer Kämpfe auf Leben und Tod. Auch Hinrichtungen, besonders den Verurteilten den wilden Tieren lebendig zum Fraß vorzuwerfen, erfreuten sich beim Publikum größter Beliebtheit. Nach aktuellen Schätzungen wurden im Kolosseum wohl insgesamt an die 500.000 Menschen und weit über eine Million Tiere getötet.

Die Gladiatoren waren nicht nur Sklaven oder Kriegsgefangene, sondern auch ganz normale römische Bürder oder sogar Adelige meldeteb sich freiwillig zum Kampf. Wohl vor allem , da die Gladiatoren wie heutige Popstars gefeiert wurden.

Aufgrund der brutalen Spiele wurde das Kolosseum 1999 zum Monument gegen die Todesstrafe erklärt. Jedesmal, wenn irgendwo auf der Welt eine Todesstrafe ausgesetzt wird oder ein Land diese gar abschafft, wird das Kolosseum 48 Studen lang bunt angestrahlt.

Wenn man in Rom oder Italien ist, gehört das Kolosseum auf jede Sightseeing-Liste.

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