Beiträge vom: April, 2008


Autor: Nina

Panorama Toronto mit CN-Tower © alexindigo

Direkt im Entertainment-Bezirk der Innenstadt Torontos gelegen, ist der CN-Tower eine DER Touristenattraktionen Kanadas. Jährlich lassen sich mehr als 2 Millionen Besucher über einen halben Kilometer hoch über die Dächer der Stadt bringen. Nicht umsonst wird er als “Kanadas Weltwunder” bezeichnet.

Nach einer nur dreijährigen Bauzeit wurde der CN-Tower 1976 eröffnet. Mit 553 m ist er der höchste Fernsehturm der Welt und war lange Zeit zudem das höchste Gebäude der Erde. Inzwischen wurde es aber in diesem Jahr vom Burj Dubai un gerade mal 2 Meter überholt.

CN-Tower von unten © Mike BabcockUngewöhnlich ist auch die Bauweise. Denn im Gegensatz zu anderen Fernsehtürmen, die meist rund sind, ist der CN-Tower (der Name leitet sich von Canadian National Railway ab) im Querschnitt y-förmig (“hexagonal”). Das mag zwar ein optisches Highlight sein, doch ist es gerade bei Sturmböhen ziemlich unpraktische. Bei starkem Wind schwankt der Turm an der Spitze bis zu 3 m hin und her.

Mit einem der vier Aufzüge kann man sich mit einer Geschwindigkeit von 6 m/s in weniger als einer Minute zu den einzelnen Ebenen bringen lassen. Während der Fahrt kann man sich durch die Glaswand des Aufzuges schon einmal an die schwindelerregende Höhe gewöhnen und sich einen weitschweifenden Überblick verschaffen.

Auf 342 m Höhe beherbergt der Turm das Außendeck und den sogenannten “Glass Floor”, bei dem der gesamte Boden aus 6 cm dickem Panzerglas besteht. Inzwischen sind hier aber auch einige Bahnen Teppich ausgerollt, da sich nur sehr wenige Besucher auf den Glasboden getraut haben.

Etwas höher gibt es ein Café, ein Nachtclub und einen weiteren “Look Out Level”.

351 m über dem Erdboden befindet sich dann das “360″, ein Drehrestaurant, das sich alle 90 Minuten einmal um die eigene Achse dreht. Bis zu dieser Höhe führen auch 2570 Stufen, die für Besucher aber normalerweise nicht zugänglich sind und nur zweimal pro Jahr für Wohltätigkeitsveranstaltungen geöffnet sind.

Auf 447 m Höhe ist dann der “Sky Pod”, das höchste Aussichtsdeck der Erde. Von hier aus hat man einen Blick von bis zu 120 km weit. Mit viel Glück und gutem Wetter kann man sogar die Gischt der Niagarafälle erkennen.

Diese Aussicht bleibt garantiert unvergesslich

Blick vom CN-Tower bei Nacht © abdallahh

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Autor: Nina

Wer Ruhe und Abegschiedenheit sucht und Irland in seiner ursprünglichsten Form erleben will, sollte bei einem Trip durch die Gegend sich nicht die Insel Tory Island entgehen lassen. Hier regiert sogar noch der letzte irische König. (Kein Witz! :-) )

Küste von Tory © private-island

Rund 12 km von der irischen Hauptinsel entfernt liegt Tory Island irgendwo zwischen den tosenden Wellen des Atlantik. Sie ist etwa 4 km lang und ungefähr 1 km breit.

Vor rund 4000 Jahren sollen die ertsen Siedler auf die schroffe kleine Insel gekommen sein. Und vor ca. 1500 Jahren beschlossen die Bewohner einen aus ihrer Mitte zum König auf Lebenszeit zu wählen, der vor allem die Aufgabe hatte angeschwemmtes Treibgut von zerschellten Schiffen gerecht unter den Leuten aufzuteilen. Dieser Brauch war in weiten Teilen Irlands verbreitet, aber nur auf Tory hat er is heute überlebt.

Heute ist der König mehr ein Fremdenführer, ein Botschafter oder auch eine Touristenattraktion. Seine 142 Untertanen verteilen sich auf zwei Dörfer, East Town und West Town.

Jährlich kommen in der Hauptsaison von Mai bis September inzwischen bis zu 12.000 Besucher auf Tory Island. Längst hat sie sich zu einem schrulligen kleinen Geheimtipp gemausert und so ist der Tourismus die Haupteinnahmequelle.

Auf der Insel wird ausschließlich Gälisch gesprochen, Englisch sprechen einige nur gebrochen. Und auch sonst hat sich das kleine Eiland lange eine gewisse Autarkie bewahrt. Doch da immer mehr Bewohner zum Festland abwanderten, hat sich etwas verändert. Eine weiterführende Schule wurde gebaut, ein Supermarkt und ein Hotel. Auch das Internet soll bald auf Tory Einzug halten.

Fähre nach Tory Island © nadoohans

Eine Fähre fährt mittlerweile 4 mal täglich vom Festland und wieder zurück. Mit sich bringt sie alles was die Menschen hier so zum Leben brauchen: Essen, Möbel, Medikamente und Touristen.

Da der Atlantik aber sehr rau und unberechenbar ist, wird die Insel regelmäßig vom Festland abgeschnitten. Man sollte sich bei einem Besuch also auf eine ungeplante Übernachtung einstellen.

Sehenswert sind vor allem der alte Leuchtturm, von dem man einen wunderschönen Ausblick über die rauhe Landschaft hat, und die Ruinen einer alten Klosteranlage aus dem 6. Jahrhundert.

Aber am schönsten ist ein Spaziergang einmal um Tory Island herum. Hier kann man die Einsamkeit der hügeligen Landschaft und des Meeres genießen. Vorsicht ist nur im Nord-Osten geboten, da hier die Küste steil abfällt und man Gefahr läuft “einfach vom Wind die Klippen hinunter geweht zu werden”.

Dieses kleine Königreich ist Irland in seiner ursprünglichsten Form.

Weiter Infos zu Irland gibts bei Irish-Net.de…    [...mehr]



Autor: Björn

Neben dem Schloss und der architektonischen Meisterleistung der Weißenhofsiedlung sind die Sehenswürdigkeiten der Fernsehturm Stuttgart wikipedia ©WladyslawNeckar-Metropole vielen Menschen hierzulande überhaupt kein Begriff. Weder die Staatsgalerie, noch das Kunstmuseum oder der Stuttgarter Fernsehturm erfreuen sich einer besonders großen Popularität, dabei machen diese den Reiz der Stadt.

Einst als monströser Gittermast geplant, avancierte das Projekt des Ingenieurs Prof. Fritz Leonhardt innerhalb kürzester Zeit zum beliebtesten Anlaufpunkt in Stuttgart. Die Fertigstellung des 217 Meter hohen Turmes, der dem Süddeutschen Rundfunk bei der Ausstrahlung seines Programmes behilflich sein sollte, erfolgte am 5. Februar 1956.

Die elegante Betonnadel, die mitten aus dem Wald am Degerloch am Stadtrand herausragt, kann man durchaus als Vorbild für nachfolgende Projekte in aller Welt bezeichnen. Die touristisch genutzte Plattform wurde mit einem Restaurant versehen, so dass man beim Speisen die gesamte Stadt überblicken kann. Bei wunderschönem Wetter reicht der Blick bis hinein in den Schwarzwald und über das gesamte Neckartal. Die meisten Zuschauer sind von diesen schönen Bildern wirklich beeindruckt. Nicht umsonst zählt die gastronomische Einrichtung auf der Aussichtsplattform zu den schönsten Restaurants in Stuttgart. In nur 36 Sekunden Fahrzeit lässt sich die Höhe von knapp 152 Metern problemlos bewältigen.    [...mehr]



Autor: Nina

Wer einmal eine Reise in die Sahara unternommen hat, wird dies nicht so schnell vergessen. Das Klima, die Lichtreflexe und die einzigartige Naturkulisse machen diesen Trip zu einem besonderen Erlebnis und, je nach Tour, auch zu einem kleinen Abenteuer.

Wüstenpanorama © bachmont

Mit 9 Mio. km² ist die Sahara die größte Trockenwüste der Welt, ungefähr so groß wie die USA oder 26 mal Deutschland. Sie liegt im Norden Afrikas und erstreckt sich von der Atlantikküste bis zum Roten Meer. 11 afrikanische Staaten umfassen ganz oder zumindest teilweise diesen Sandgiganten: Ägypten, Libyen, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Mauretanien, Westsahara, Marokko, Algerien und Tunesien.

Der Passatwind zieht fast ununterbrochen hier seine Bahnen. Er bringt trockene und heiße Luft und sehr wenig Niederschlag mit sich. Dei Temperaturen schwanken stets extrem, von bis zu 60°C tagsüber zu -10°C nachts. Auch Wasser ist logischerweise Mangelware. Der einzige permanente Fluss ist der Nil, ansonsten gibt es nur vereinzelte Oasen oder Wasserlöcher.

Sahara © bachmontTiere und Pflanzen sind perfekt diesen extremen Klimabedingungen angepasst. Nur drei Teile der Sahara sind fast vollkommen vegetationslos. In allen anderen Teilen haben sich je nach unterschiedliche Pflanzenarten entwickelt. Viele Samen habe Hemmstoffe, die vor dem Keimen von reichlich Wasser ausgewaschen werden müssen. So kommt es häufig in einigen Gebieten nach kurzen, aber heftigen Regenfällen zu einer gigantischen Blütenpracht.

Die Bevölkerung besteht vor allem aus Arabern, Berbern, Mauren und kleineren Gruppen wie den Tuareg.

Wer die Sahara besuchen möchte, muss sich unbedingt einer Führung oder einer begleiteten Tour anschließen. Man kann mit dem Wagen über die Dünen jagen oder sich per Kamel durch die Wüste bewegen. Aber auch eine Nacht als Nomade in einem Zeltlager zu erleben ist eine ganz besondere Erfahrung.

Die spezielle Atmosphäre dieses Fleckchens Erde wird definitiv sofort fesseln.

Kameltour © bachmont

Alle Infos, Reisetipps und Buchungen findet ihr zum Beispiel bei indigoreisen.ch…    [...mehr]



Autor: Nina

Blue Mountains © t3rmin4t0r

Circa 60 km westlich von Sydney im australischen Bundesstaat New South Wales ziehen sich speltakuläre Felsenbänder von bis zu 1000 m Höhe durch einen üppigen Urwald. Hier und da donnern Wasserfälle in die Tiefe und ein geheimnisvoller blauer Dunst schwebt über allem.

Das sind die Blue Mountains, eines der beliebtesten Ausflugsziele der Einwohner Sydneys und unter Touristen teiweise noch ein echter Geheimtipp.

Streckenabschnitt Scenic Railway © krossbowDie Blue Mountains habe ihren Namen von den schon erwähnten blauen Nebelschwaden, die die gesamte Gegend einzuhüllen scheinen. Die unzähligen Eukalyptusbäume strömen ätherische Öle aus, die sich in der Luft in den charakterischen blauen Dunst verwandeln. Doch nicht nur das ist bsonders an diesen Bäumen. Ihre Keime brauchen Feuer um zu gedeien, deshalb sondern sie die Öle ab um kleine Schwelbrände am Boden zu schüren, die abgestorbene Pflanzen in fruchtbare Asche und Erde verwandeln. Daher kommt es hier auch häufiger zu größeren Buschbränden.

Für die Siedler, die von Sydney aus nach Westen wollten, waren die Blue Mountains mit ihren steilen Sandsteinhängen und tiefen Schluchten ein schier unüberwindbares Hindernis. Erst 1813 gelang es den ersten die Berge zu überwinden und so einen neuen Teil der Siedlungsgeschichte Australiens zu schreiben.

Wasserfall in den Blue Mountains © krossbowDer Blue Mountains Nationalpark ist Weltnaturerbe und beherbergt eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen. Die Gegend ist reich an unterschiedlichen Vogelarten, aber auch Koalas oder Felsenkänguruhs können hier beobachtet werden.

Die Three Sisters sind das Wahrzeichen der Region. Drei steile Felsspitzen ragen nebeneinander in den Himmerl. Laut einer Legende der Aborigines wurden hier drei Schwestern, die sich verbotener Weise mit ihren drei Liebhabern getroffen hatten, hier einst zur Strafe in Sandsteinfelsen verwandelt.

Three Sisters © krossbow

Touristen sollten nach Möglichkeit unter der Woche hierher kommen. Dann ist es nicht so überlaufen. Um die Gegend zu erkunden, bieten sich einem verschiedene Optionen an. Man kann zum Beispiel zu Fuß durch den Nationalpark streifen oder an festen geführten Wanderungen teilnehmen. Es gibt aber auch eine kleine Bahn, die Scenic Railway, die einen Teil des Geländes abfährt.

Diese beeindruckende Gegend lohnt es sich wirklich zu erkunden. Am besten an einem Ein-Tages-Trip von Sydney aus.

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Autor: Björn

Regensburg – nicht zu verwechseln mit Ravensburg – ist eine der ältesten Städte in Deutschland. Sie liegt als Kreisfreie Stadt ziemlich genau in der Mitte von Bayern. Da gibt es nichts zu sehen? Falsch! Auch wenn Bayern mehr für BMW und Weißwurst bekannt ist als für seine Sehenswürdigkeiten, gibt es hier mit der richtigen Einstellung eine ganze Menge zu entdecken.

Regensburg am Abend © flickr / Tscherno

Die ca. 130.000 Einwohner starke Stadt bietet zum Beispiel gleich vier große Theater. Das Sehenswerteste davon ist sicherlich das Theater am Bismarckplatz. Hier wird Kultur noch zelebriert, Theaterfreunden sei ein Besuch zum Staunen in diesem Theater, und ein Besuch für originelle Stücke in einem der anderen Theater nahe gelegt.
Das Nachtleben in Regensburg ist vor allem für Musikfreunde interessant: Im Sommer finden hier jedes Jahr die Bayerischen Jazzweekends statt, bei denen ein buntes Gemisch von Künstlern Regensburg in einen Pool der Kreativität verwandelt.

Der Dom in Regensburg © flickr / jimg944Klar, die Regensburger Discos sind weniger berühmt und verglichen mit Berlin ist das kulturelle Leben auch eher gesittet, aber wer sich schon immer mal gefragt hat, wie eine erzkonservative Kleinstadt inmittten von Bayern “Kultur” macht, der ist hier genau richtig.

Regensburg ist außerdem auch die Produktionsstätte vom BMW 1er, es bietet sich für Autofreunde also eine Werksführung an.

Man sieht – Regensburg bietet neben viel Sonne Unterhaltung und kulturelle Erlebnisse für anspruchsvollere Menschen. Ein Besuch lohnt in jedem Fall.


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Autor: Nina

Panorama Rothenburg © wyzik

Das kleine verschlafene Städtchen Rothenburg ob der Tauber, am Fluss Tauber und am Rande des Naturparks Frankenhöhe gelegen, wäre eigentlich ein ruhiges, friedliches Örtchen, wenn nicht tausende von Touristen aus der ganzen Welt, und besonders aus Japan :D , jährlich hier “einfallen” würden.

Denn das, was Rotheburg zu bieten hat, gibt es nur noch selten. Der gesamte Stadtkern, also die Altstadt, ist noch aus dem Mittelalter erhalten oder in diesem Stil restauriert, inklusive Stadtmauern mit kleinen Türmchen, Stadttor und Wehrgang. Hier fühlt man sich als Besucher wirklich zurück ins Mittelalter versetzt. Vom Park aus und durch kleine Öffnungen in der Stadtmauer hat man einen malerischen Ausblick auf das Taubertal, in dem sich die Tauber durch eine üppige grüne Landschaft schlängelt.

Rothenburger Gasse © wyzikErstmals wird die Stadt als kleine Siedlung im Jahr 970 n.Chr. erwähnt. Hundert Jahre später errichten hier die Grafen von Comburg die Burg Rothenburg. Nach dem Ende dieses Geschlechts erhält der römisch-deutsche König Konrad III (von Hohenstaufen) die Burg und tauscht sie gegen ein besser gelegenes Gelände in der Nähe ein und erbaut hier die Stauferburg Rothenburg. Schnell entwickelt sich um die Burg ein florierendes kleines Städtchen.

Im Dreißigjährigen Krieg wird die Stadt 1631 von General Graf von Tilly eingenommen. Darauf basiert eine Legende, die heute noch jährlich in Rotheburg gefeiert wird. Der sog. “Meistertrunk”. Tilly hatte die Ratsherren laut der Geschichte zum Tode verurteilt und wollte die Stadt brandschatzen. Doch die Ratsherren boten ihm Wein in einem Becher, der 3 1/4 Liter fasste, an. Tilly sagte belustigt, er würde Rotheburg verschonen, wenn jemand den Becher in einem Zug austrinken könnte und dem Bürgermeister Nusch gelang dieser Streich. Daraufhin zog Tilly wie versprochen mit seinen Truppen ab. Auf jeden Fall eine nette Geschichte, die den Rothenburgern immer noch sehr wichtig ist.

Im Zweiten Weltkrieg wurden fast 40% zerstört, doch die Piloten sagten später aus, sie hatten keine Ahnung welche Kulturstadt sie bombardierten. Daher beteiligte sich die US-Regierung später großzügig am Wiederaufbau.

Rothenburg © sedogliaUnd heute ist Rothenburg, wie gesagt, ein riesen Touristenmagnet. Man hört ein Sprachengewirr in den Gassen, welches ein besonderes Flair ausmacht. Es ist aber auch sehr empfehlenswert hier zu übernachten. Denn die meisten Besucher verlassen gen Abend die Stadt, dann werden die Tore geschlossen und es wird ruhig. Gerade in lauen Sommernächten ist diese Atmosphäre einmalig! Es gibt auch wunderbare historische Fackelführungen mit einem Nachtwächter.

Sehenswert, wenn aber auch ein bisschen brutal, ist das Kriminalmuseum und für ganz hartgesottene gibt es das Weihnachtsmuseum (Zwölf Monate im Jahr Weihnachten inklusive Kitsch, Musik und das auch im Sommer – Mich hat das eher depressiv und agressiv gemacht, aber wems gefällt… :D )

Rothenburg ob der Tauber ist wirklich eine Reise zurück ins Mittelalter und einen Chance in nur einer Stunde auf zwölf Millionen japanische Urlaubsvideos zu kommen. :-)

Teil der alten Stadtmauer © wyzik

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Autor: Nina

Seit hunderten von Jahren sind Menschen aus aller Welt von den Steinkreisen von Stonehenge fasziniert. Nicht umsonst wurde es bereits 70 Jahre nach der Eroberung Englands durch die Normannen als Wunder von Britannien erwähnt. Und auch heute lassen sich jährlich tausende von Besuchern in den Bann der Steine ziehen.

Die weltbekannte Steinkreisanlage liegt im mittleren Süden Englands in der Grafschaft Wiltshire, nicht weit entfernt von der Stadt Salisbury.

Der Name Stonehenge wird aus dem Altenglischen mit “hängende Steine” übersetzt. Es ist eine Grabanlage, die von einer Megalithstruktur umgeben ist und die wiederum von einzelnen Steinkreisen umfasst werden. Die bekannten riesigen Pfeilersteine mit ihren Decksteinen gehören zum äußeren Kreis. Zudem gibt es im inneren noch eine ähnlich aufgebaute Hufeisenform. Einzelne Megalithe, sowie zwei Hügelgräber, finden sich in unmittelbarer Nähe.

Stonehenge aus der Luft © tj scenesErst im 20. Jahrhundert konnten Archäologen nach und nach mehr über die Entstehnung von Stonehenge herausfinden. Nach heutigem Wissensstand kann man den Bau grob in drei Phasen unterteilen: Rund 3.100 v.Chr. werden der große Erdwall und ein Graben, die man beide heute noch sieht, errichtet. Von der zweiten Phase ist so gut wie nichts mehr übrig, da Löcher im Boden auf eine Konstruktion aus Holzpfosten hinweisen. Zudem wurden hier wohl auch Brandbestattungen abgehalten. Die Megalithstruktur entstand wohl erst zwischen 2.500 und 2.000 v.Chr.

Die letzte kultische Nutzung wird auf das 7. Jahrhundert n.Chr. datiert. Obwohl der genaue Sinn und Zweck Stonehenges bis heute nicht geklärt ist, wird häufig davon ausgegangen, dass es als eine Art Kalender oder Observatorium diente. Einzelne Steine sind nach den Positionen der Sonnenwende und der Tagundnachtgleiche ausgerichtet. Er könnte aber auch ein Versammlungsort für religiöse Zeremonien gewesen sein, da diese sich nach Sonne und Mond orientierten. Vielleicht war es aber auch beides zugleich.

Megalithenstruktur by dannysullivanSowieso ragen sich dutzende von Mythen, Legenden und Sagen um Stonehenge. Es wird sehr häufig mit der Sage um König Artus in Verbindung gebracht. So habe der Zauberer Merlin die Anlage beispielsweise aus Irland mitgebracht. Die neueste Geschichte hat wohl der Pseudowissenschaftler Erich von Däniken ins Spiel gebracht. Na, ratet mal… Ja, genau, Außerirdische haben Stonehenge errichtet. :D

Seit 1918 wird gehört die Anlage übrigens dem englischen Staat und wurde 1986 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Bis vor ein paar Jahren konnte man sich noch frei zwischen den Steinen bewegen, doch heute muss man sich auf festgeschriebenen Wegen drumherum bewegen. Einige Touristen mussten sich wohl unbedingt heimlich Souvenirs einstecken oder versuchen sich in den Steinen zu verewigen…

Trotzdem ist und bleibt Stonehenge eines der faszinierendsten und mysteriösesten Bauten Europas, wenn nicht der Welt.

Mehr wissenswertes rund um Stonehenge gibt es bei stonehenge.brain-jogging.com…    [...mehr]



Autor: Nina

Blick aufs Kapitol vom Newseum © ktylerconk

Letzten Freitag (11.4.08) hat in Washington, USA, in direkter Nähe zum Kapitol und zum Weißen Haus das Newseum, ein Museum rund um das Thema Nachrichten und Journalismus aufgemacht.

Direkt in der riesigen Eingangshalle des spektakulären Baus empfängt einen ein Nachrichtenhubschrauber und in großen Lettern ist der erste Zusatz der amerikanischen Verfassung zu Presse- und Meinungsfreiheit abgedruckt.

Fassade des Newseums © ktylerconkÜber sechs Stockwerke verteilt, reihen sich Schlagzeilen und berühmte Fotos aneinander und suggerieren dem werten Besucher ständig, was für ein heldenhafter Beruf der Journalismus sei und besonders die US-Journalisten. Ob sie nun mutig aus Krisen- oder Kriegsgebieten im Bombenhagel stehen und berichten oder daran teil haben die Berliner Mauer zu Fall zu bringen, der Journalist ist immer ein mutiger, ehrlicher Kämpfer für Freiheit und Gerechtigkeit.

Ausrutscher und Pannen werden nur wenig thematisiert und sind in eine kleine abgelegene Ecke des Museums verbannt worden. Stattdessen kann man interaktiv über ethische Urteile abstimmen, ein Anchorman in seiner eigenen Nachrichtensendung sein oder sich im 3D-Kino bomben um die Ohren fliegen lassen.

Neue Formen, wie der Online- oder Handy-Journalismus oder Portale wie myspace oder youtube werden in dieser übersteigerten Hommage an einen glorreichen Journalismus aus früheren Tagen überhaupt nicht bedacht.

Und natürlich bleibt auch der 11. September nicht unerwähnt.

Die Betreiber wollen hier ein Mahnmal für die Presse- und Meinungsfreiheit schaffen und lassen vollkommen heutzutage gängige Medienzensur außer Acht, angefangen über die einseitige Berichterstattung aus dem Irak, bis hin zum regierungstreuen und pseudopatriotischen Schönreden und Nichthinterfragen der aktuellen Politik.

Dass das Newseum direkt am Regierungviertel liegt verdeutlicht diese Vorgehensweisen nur noch mehr und ist fast schon blanker Hohn. Ablenken von der Wahrheit kann ja so schön sein…

Atrium des Newseums © ktylerconkIch möchte es aber auch nicht komplett schlecht reden. Hiermit wollte ich nur zu bedenken geben, dass auch Touristenattraktionen durchaus einen politischen Hintergrund haben können. Die genannten Punkte sollte man einfach im Kopf behalten.

Neben 14 Galerien, Originalexponaten, wie ein Stück der Berliner Mauer, 15 Auditorien, gibt es auch noch zwei Fernsehstudios, aus denen zukünftig gesendet werden soll.

Und auch die vielen alten Schlagzeilen und Titelseiten, in denen man stöbern kann, sind durchaus interessant.

Sehenswert ist das Newseum allemal. Man bekommt familiengerecht das Wesen und das Idealbild des Journalismus gezeigt. Zudem verdeutlicht es auf zeitgemäße und unterhaltsame Weise den Einfluss und den Stellenwert der Medien durch die Geschichte hindurch.

Am besten nach Möglichkeit angucken und sich seine eigene Meinung bilden!

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Autor: Nina

Dschungelweg © markg6

Für viele ist der Amazonas der Inbegriff eines der letzten noch unberührten Flecken Natur. Andere denken wiederum an Hitze, Mücken, giftige und rätselhafte Tiere und Pflanzen oder eine schier erdrückende Luftfeuchtigkeit. Aber auch die immer größer werdende Bedrohung des Regenwaldes kommt einem in den Sinn.

Wer Lust auf ein kleines Abenteuer oder die Entdeckung dieses schwindenden Paradieses hat, hat die Möglichkeit verschiedene Touren durch das Amazonasbecken zu unternehmen.

Der riesige tropische Regenwald um den Fluss Amazonas umfasst Gebiete in neun südamerikanischen Staaten, darunter Ecuador, Peru, Kolumbien, Venezuela, Bolivien und Brasilien, wobei in letzterem das größte Gebiet, rund zwei Drittel, liegt.

Amazonas © GidsickiDurch das Amazonasbecken fließt rund ein Fünftel allen Süßwassers der Welt. Die Quellflüsse entspringen in über 5000 m Höhe in den peruanischen Anden und landen dann nach einer Strecke von 7000 km im Atlantik. Der Amazonas wird aus 100.000 Nebenflüssen gespeist und bildet so durch dieses gigantische Wasserfeld das größte Flusssystem der Erde.

Jedes Jahr überschwemmen die Wassermassen die Ufer zu beiden Seiten bis zu einer Breite von 100 km. In diesen Überschwemmungszeiten verschwinden ganze Teile des Urwalds und tauchen erst bei sinkendem Wasserspiegel wieder aus den Fluten auf.

Das Wasser ist somit die Hauptverkehrsader dieser Region.

Das tropische Klima und die unbeschreiblichen Wasservorkommen bieten die besten Voraussetzungen für unzählige verschiedene Arten von Pflanzen und Tieren. Viele davon sind noch nicht einmal erfasst, geschweige denn erforscht. Das Artenvorkommen allein bei den Tieren wird auf 5 bis 10 Millionen verschiedene Arten geschätzt.

Sonnenuntergang am Amazonas © AmetxaViele Reiseunternehmen bieten unterschiedliche Expeditionen in den Dschungel an. Man kann ihn per Rad oder zu Fuß mit einer jeweils geführten Gruppe erschließen. Am beliebtesten aber, ist wohl die Reise auf dem Wasserweg. Es werden diverse Kreuzfahrten angeboten, aber auch geführte Bootstouren oder für abenteuerlustige per Paddel- oder Schlauchboot. (Interessante Angebote findet man bei amzonasreisen.de)

Wer es ganz exotisch mag, kann sich auch einem Survivaltraining oder einer Survivaltour anschließen.

Egal wie, dieses Stück atemneraubende Natur sollte man sich nach Möglichkeit nicht entgehen lassen.

Für mehr Infos rund um Wissen, Reisen etc., schaut doch mal auf amazonas.de

Bootsfahrt auf dem Amazonas © Francisco Chaves

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